Dienstag, 14. Januar 2014

N paar Sätze müssen reichen...



Uff.

„Auf Papier gebloggt“ hat nach dem Zusammenstellen meiner Blogeinträge einen Umfang von 332 Seiten.
Geht natürlich überhaupt nicht!

Also geht es jetzt ans Kürzen und ans Umformatieren. Noch keinen Plan, aber 200 Seiten werden es wohl werden.

Und dann geht das an eine günstige Druckerei übers Internet.
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Und erwäge, mir den Druck durch Vorbestellungen finanzieren zu lassen.
Immerhin gibt es doch einige InteressentInnen an dem Ding, was mich sehr freut.

Inhaltlich und literarisch habe ich mich überrascht:
Da sind einige wirklich tolle Text, Formulierungen und Sätze drin.
Und die Entwicklung der letzten drei Jahre ist spannend.
Auch wenn ich natürlich nicht alles im Blog erwähnt habe.
Aber eigentlich geht es mir bei aller Scheiße ziemlich gut und es ist wahnsinnig viel passiert.

Wenn ich also das nächste Mal jammere, dann auf verdammt hohem Niveau.

Wie erwähnt:
In ca. zwei Wochen werde ich Euch mehr dazu mitteilen…


Bei „Ausgehöhlt“ verdichtet sich die Möglichkeit einer Neuauflage.
Da Verlage ja auch vorplanen müssen wird das aber wohl erst 2015 passieren…

Wie erwähnt: Deadline für die „Rock’n’Roll-Notizen“ ist der Sommer. Es wird!

Und die „MaulHure“ ist in der Endphase. Ich rechne mit dem Erscheinen im Frühling.


Meine eBooks bei kindle habe ich jetzt vom Markt genommen. In drei Monaten gibt es keine eBooks mehr von mir. Wenn Ihr unbedingt sowas haben wollt, dann haltet Euch bis zum Frühling ran. Danach gibt es mich nur noch auf Papier oder im Blog.
Und ich finde das gut so!


Ich arbeite momentan wie ein Irrer an all meinen Projekten.
Und hoffe, dass ich nicht zu großes Chaos produziere.
Aber es läuft und macht Spaß.


Hey!
Schon zwei Wochen im neuen Jahr und noch kein Arzt- oder Krankenhaustermin in Sicht!
Ich sag doch: 2014 wird toll!
Obwohl unser Auto immer noch richtig krank ist und Claudia und ich seit n paar Tagen leicht kränkeln…


So. N paar Sätze reichen heute Abend.
Bett ist angesagt.
Schön warm: zwei fiebernde Körper, die sich umarmen…

Gute Nacht…

Sonntag, 12. Januar 2014

Auf Papier gebloggt?





Manchmal bin ich wahnsinnig.
Ca. 350 Beiträge und ca. 30.000 Klicks auf meine Seite lassen mich euphorisch werden. Ein neues Projekt entsteht in meinem Hirn:
Mein Blog auf Papier.

Mitte des Jahres sollen die Rock’n’Roll-Notizen erscheinen, nächstes Jahr gibt es eine Neuauflage von „Ausgehöhlt“ und irgendwann dazwischen wartet ein neuer Gedichtband. Reicht völlig aus.

Aber irgendwie liebe ich meinen Blog. Und will eh wieder zurück zum Old-School-Selbstverlag. Eigenvertrieb, Handkopie, dilettantisch aber liebevoll selbstgestalteter Kram.
Und chronologisch Auszüge aus meinem Blog zusammenzupacken steht irgendwie an, oder?

Also – Mein Plan:
Eine Zusammenstellung und chronologische Veröffentlichung meiner Blogeinträge (ohne Gedichte und Rock’n’Roll-Notizen).
Also politische Kommentare, Krankheits- und Gesundheitsgedanken, Alltagsbeobachtungen und all so ein Kram eben.

Ihr könnt bei Interesse vorbestellen und wenn ich genug Interessenten zusammen bekomme, dann stelle ich das Ding zusammen, kopiere das, tackere oder binde das Ding in Eigenarbeit und verschicke es an Euch.
Format wahrscheinlich Din A5, Umfang noch unklar (ca. 100 Seiten, sonst wird die Herstellung schwierig), Preis zwischen 5.00 und 10.00 €.
Ich hab da schon den Anspruch, dass es ansprechend und gut les- und blätterbar wird.
Vielleicht ja sogar n Druck, je nachdem, wieviel Interesse besteht…

Ich könnte es ab Mitte Februar fertig stellen. Ihr könnt mich motivieren und unter Druck setzen:

Bei Interesse ne Mail an hermann.borgerding@gmail.com oder ne PN bei facebook und wenn sich genug Interessenten melden, dann mache ich das.
Und jede/jeder kriegt natürlich dann sein persönlich gwidmet und unterzeichnetes Exemplar.

Deal?

Ich bin mal gespannt…



LaberRhabarber



An vier bis fünf Sachen gleichzeitig zu arbeiten ist gefährlich.
Ich verzettele mich (obwohl es ja nur am Bildschirm entsteht), werfe Sachen durcheinander und schaffe es nicht, mich auf eine Sache zu konzentrieren.

Meine „Rock’n’Roll-Notizen“ wachsen, werden gekürzt und wachsen wieder. Es geht voran!
Die „MaulHure“ wächst ebenfalls und bekommt Struktur. Das liegt nur bedingt an mir, hauptsächlich haut sich da Jerk Götterwind tierisch rein.
„Ausgehöhlt“ liegt vor mir (auf dem Bildschirm): Die Hoffnung auf eine Neuveröffentlichung verdichtet sich und da ist eine Überarbeitung angesagt.
Dazu noch der oder das (ich weiß es immer noch nicht) Blog und wie immer Gedichte.

Auf dem Plattenteller dreht sich die neue Springsteen. Ich stehe da immer mehr drauf. Trotz oder gerade wegen der Kritik. Und natürlich wegen Morello an der Gitarre. Ich sabbere auf mein Laptop, drehe mir noch eine Zigarette und trinke einen Schluck Bier. Auf dem Küchentisch brennen Kerzen, im Wohnzimmer telefoniert meine kränkelnde Frau (ich kränkele auch und erwarte jetzt einen Mitleidsseufzer von Euch).

Es wird kälter und ich lege die langen Unterhosen raus. Ich bin jetzt 50, spätestens jetzt darf ich das. Ansonsten war der Himmel heute eine Pracht. Und jetzt der zunehmende Mond und die Sterne: Da drehe ich gerne die letzte Runde mir unserer Hündin.
Ich bemerke immer mehr, dass mich nicht die Kälte, sondern eher die Feuchtigkeit fertig macht. Und mit Feuchtigkeit hat dieser Frühlingswinter bisher ja nicht gerade gegeizt…
Meine Atemwege sind dicht und ich kann durch meine postoperativen Behinderungen nicht abhusten oder ausrotzen. Der Sabber läuft derweil verstärkt aus meinem rechten (gelähmten) Mundwinkel. Das ist ganz schön Scheiße.

Mein eMail-Briefkasten quillt über. Ich muss n paar Briefe beantworten und zwei Bücher versenden. Mit meinen FreundInnen telefonieren wäre auch mal wieder angesagt, aber ich telefoniere ungern.
Vielleicht sollte ich morgen nur Mails beantworten und Facebook links liegen lassen und meine Schreibprojekte kurz ruhen lassen.
Vielleicht sollte ich auch einfach mal einen Tag nur im Bett liegen bleiben. Irgendwie fühle ich mich so…

Gestern durfte ich eine Sternstunde in der Glotze erleben: „Die Märchenbraut“ wird auf Eins Festival (ich glaub, so heißt der Sender) wiederholt. Immer drei Folgen am Stück. Ich war ca. 17, 18 Jahre alt, als das zum ersten Mal lief. Und eigentlich zu alt für Kindersendungen. Und total begeistert. Bin ich heute immer noch.
Rumburak rules!
Guckt nächsten Samstag Nachmittag mal rein (ist ja noch Winterpause beim Fußball)!

Ansonsten plane ich auch da ein neues Projekt:
Werde ich es schaffen, mal einen ganzen Tag auf einem der Billigst-Peinlichst-TV-Sender zu verweilen?
Die Pseudo-Dokus und all der Scheiß, da sind ja nicht die dargestellten oder wirklichen Menschen merkwürdig (Nee: Merken muss man sich die eh nicht und würdig ist da gar nix…) oder krank (krank sind wir schließlich alle…).
Da ist das ganze System sowas von dämlich, dass es einfach nur noch weh tut.
Aber irgendwo müssen die ja ihre Zuschauer haben. Also einfach mal einen Tag probieren.
Was schlimmeres, als das ich mich in meiner Misanthropie bestärkt fühle, kann ja nicht passieren, oder?
Oder?
Noch habe ich keine Muße dazu und auch n bisschen Angst davor.
Aber spannend finde ich das Vorhaben trotzdem…

LaberRhabarber…
Claudia und ich kränkeln. Meinen Small-Talk tippe ich heute einfach mal.
Das ist der Vorteil eines Bloggers.

Die Neuaufnahme von „The ghost of Tom Joad“ gewinnt durch Morello dermaßen – das ist eine Hymne und ein Klassiker! Diese Gitarren! Schwärm!

Aber jetzt reicht es auch wieder.
Gute Nacht ihr Prinzen von Maine!








Freitag, 10. Januar 2014

Wow!





Der Straßenfeger des Jahres 2013 glänzt mit Texten von Benedikt Maria Kramer.
Markus Mohr (Herausgeber des Straßenfegers, von mir hochgeschätzter Dichter, leider Fan des 1.FC Köln und ziemlich schlecht am Kicker…) lässt ja leider viel zu selten von sich hören oder lesen. Aber mit diesem Straßenfeger hat er wieder ein absolutes Prachtstück abgeliefert. Old school getackertes Zine mit wunderbaren Texten des Augsburgers Benedikt M. Kramer.
30 Seiten klasse Poesie für 2,50€. Ich will die Poesie von Bene jetzt nicht beschreiben und schon gar nicht einordnen:

„Wir alle krochen aus demselben Loch, in das
 unsere Väter 9 Monate zuvor ihren Samen pumpten.
 Wir alle teilen letztendlich dieselbe Angst
 vor dem sicheren Tod.

 Seltsam, dass man sich trotzdem ständig
 auf die Eier geht.“


Vielleicht wird mein Loblied auf den LaborBefund ja für den oder die ein oder andere von Euch langsam langweilig.
Aber, verdammt noch mal, Andreas Balck und Ni Gudix haben es verdient.
Und mit der Nummer 11 (!) eine weitere Perle ans Licht der Welt gebracht: Ausgewählte Texte 2013 von Jerk Götterwind.

Ich kenne Jerk seit vielen Jahren und der Mann wird immer besser, umso älter er wird. Ich wünschte, ich könnte das von mir auch behaupten. Anyway:
Nach dem wunderschönen Gedichtband „Am Ende des Tages“ (Songdog Verlag) kommen nun weitere ausgewählte Texte von 2013 auf uns zu. In der zuverlässigen und soliden Machart des LaborBefundes (40 grandiose Seiten, 3,50€).

Eines der Gedichte, wo ich nur nicken und zustimmen kann:

Die alten Säcke

 Wenn du deren Texte liest
 Möchtest du deine wegwerfen
 Diese alten Knochen hatten
 Mehr drauf als auf den ersten
 Blick ersichtlich

 Wenn Hemingway erzählt
 Dass es nichts über das
 Schreiben zu sagen gibt
 Du musst nur über der
 Maschine bluten

 Dann meint er das ernst
 Boxt sich durch die Worte
 Und steht nach einem Niederschlag
 Immer wieder auf
 Jedenfalls bis zu der Sache
 Mit der Schrotflinte

 Ich weiß dass auch heute
 Noch solche Autoren und
 Autorinnen existieren und
 Einige kenne ich sogar
 Persönlich und

 Selbst wenn
 Der Eindruck entsteht
 Es werden wieder mehr
 Denke ich dass es
 Immer weniger sind
 Die sich darauf einlassen

 Schade

Jerk gehört zu denen, die er in diesem Gedicht beschreibt.
Ich hoffe, er hat mich da auch zugezählt…


Hey!
Die MaulHure #3 nähert sich so langsam der Geburt.
Wir sind bei der Textauswahl. Dann Korrektur und Lektorat. Der Verlagskram und so. Und dann wird das Ding wahrscheinlich sogar noch in der ersten Jahreshälfte fertig.
Die Arbeit mit Jerk Götterwind und Urs Böke macht mir Spaß und ich habe das Gefühl, wir bringen ein starkes Ding raus!


Und meine Rock’n’Roll Notizen haben Schwindsucht: Um Platz für neue Gedanken und Sätze zu schaffen habe ich heute einfach mal 90 Seiten gelöscht.
Normales Schreiberschicksal.
Merkwürdigerweise hat es Spaß und Mut gemacht.


Glaubt keinem Kritiker!
In der „Zeit“ schrieb irgendein Hampelmann eine nichtssagende Kritik über das neue Springsteen-Album „High Hopes“. Und verriss es total und kam zu dem Schlusssatz „Bruce- Hör auf!“.
Der Mann ist nicht nur fürchterlich überheblich, er hat auch keinerlei Ahnung.
Man kann durchaus kritisch zu diesem Album stehen, man kann vielleicht die Sozialkritik und die Texte von Springsteen belächeln, man kann mit Recht behaupten, dass dies ja „nur“ eine Zusammenstellung aus Archivmaterial und Coversongs ist, all das kann man. Aber man kann nicht die Energie und die Gitarre von Tom Morello ignorieren!
Für mich ist es seit zwanzig Jahren das erste Springsteen-Album, das ich richtig liebe.
Ich mag damit daneben liegen. Aber ich habe nicht diesen überheblichen ekligen Wahrheitsanspruch, wie in diesem beschissenen „Zeit“-Artikel.
Ihr solltet selber reinhören.
Und keinem Kritiker glauben!


Ansonsten ist unser Auto immer noch krank in Ottenstein und wir sind mehr oder weniger krank in Essen.

N paar Sachen verdichten und klären sich. Zum Beispiel meine ersten Lesungen dieses Jahr:

- Entweder 03.03. oder 10.03. oder 07.04. (durch diesen komischen Rosenmontag steht das noch nicht 100% fest):
Klartext im Weitwinkel mit Ron Hard in Bad Dürkheim

- 12.03.: Gimmie more truth: Lesung mit Marvin Chlada und Lütfiye Güzel in der Bastion in Bochum.

- 15.03.: Lesung bei den literatur-freaks in Ludwigsburg.

Mehr als genug für den März. Und eigentlich will ich dieses Jahr ja gar nicht so oft lesen…


Inaff stuff. Guut neit. Till tumorow or so…


Mittwoch, 8. Januar 2014

Was mir heute wichtig ist:



Die bisherigen Meldungen des Tages:

- Schuhmacher und sein Skiunfall.
Ist das wichtig?
Ich finde nicht.
- Hitzlsperger outet sich als schwuler Fußballer.
Ist das wichtig?
Ja!
Es gibt kaum ein Thema, das so tabuisiert ist, wie Homosexualität bei Fußballern.
Warum eigentlich?
- Hamburg muckt auf.
Das Gefahrengebiet könnte sich als Bumerang für die Staatsbüttel erweisen. Schön wäre es…
Und wichtig.
- Wird im Winter in Katar weniger gefoltert?
Bekommen die Sklaven in den Wintermonaten frei?
Darf dann dort eine Fußball-WM stattfinden, während der sich das Land von der besten Seite zeigt?
Und: Wie viele Millionen haben die FIFA-Funktionäre für diesen Schwachsinn als Bestechungsgeld bekommen?
Fragen über Fragen...
Wichtig?
Aber ja!

Geburtstage: Elvis, Robby Krieger, David Bowie.
Ein Rock’n’Roll Mittwoch.
Aber Hallo!
Das ist wichtig!


Claudia und ich kränkeln ein bisschen vor uns hin. Erkältung. Wie bei so vielen in diesem Frühling im Winter.
Unwichtig.


So. Lese gerade die Texte für die kommende MaulHure.
Jerk hat da super Vorarbeit geleistet. Es macht Spaß, es wird toll werden.
So was ist wichtig!

Außerdem fluppt die Arbeit an den Rock’n’Roll-Notizen. Die sollen Mitte des Jahres erscheinen, wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle… Dazu gibt es jetzt auch ne Facebook-Seite:
 https://www.facebook.com/rocknrollnotizen
Das ist mir wichtig!

Und wenn ich heute Abend noch die Nerven habe, dann fange ich mit den Bettelbriefen wegen einer Neuauflage von „Ausgehöhlt“ an.
Und ich will endlich die Kindle-Version wieder löschen.
Wird einfach Zeit.
Und ist wichtig.

Viele Lesungen wird es dieses Jahr mit mir nicht geben.
Aber die ersten zwei stehen fest (Hermann geht auf Reisen) und zwei weitere sind in Aussicht. (Infos kommen dann zeitnah…) Für ne gute Party und nette Kontakte bin ich ja immer zu haben.
Die Schreiberei ist mir aber wichtiger.


So.
Darauf ein Stauder.
Und eine Van Nelle Halfzware.
Der Abend beginnt mit New Model Army auf dem Plattenteller.
Sowas ist mir schweinewichtig!