Samstag, 15. Februar 2014

Laberei und so...



Friedrichs Rücktritt? Edathy? Kinderpornos?
Als bekannter und bekennender Verschwörungstheoretiker wundere ich mich in den nächsten Tagen wahrscheinlich über nix.
Aber trotzdem spannend, was für eine Scheiße da noch an die Öffentlichkeit dringt oder verschwiegen wird.
Friedrichs ist da das (erste) Bauernopfer, als Landwirtschaftsminister passt das schon (HiHi!) (aber als Innenminister war er schlimmer und hat sich (wahrscheinlich) mehr schmutzigen Kram geleistet).
Ansonsten geht es mir am Arsch vorbei…
Politik ist böse, schmutzig, kriminell.
Da kann man mich nicht so leicht überraschen…


Warten auf „Auf Papier gebloggt“…
Dauert etwas länger, weil die Druckvorlage des Covers fehlerhaft war.
Ich sag es ja: Ich bin Schreiberling.
Und mit dem anderen Kram überfordert…


Warten auf die „MAULhURE #3“…
Leute! Das wird!


Ganz kurz zur neuen Platte der „Broilers“:
Bis letzte Woche mochte ich diese Band. …

Karten für eine der schlechtesten Bands im Sommer am Hockenheim-Ring werden bei eBay im Doppelpack für 600,-€ versteigert!
Finde ich gut.
Wenn die Leute so viel zahlen wollen, dann haben sie es nicht anders verdient.
Und ich wünsche mir Regen und Unwetter an diesen zwei Tagen…

Hm... Ich habe ja noch den Konzert-Gutschein.
Und Black Sabbath kommen wahrhaftig nach Essen. Ins Stadion.
Die letzte Platte war klasse, Ozzy in Höchstform. Kann der auch noch live?
79,-€ ist für das Risiko äußerst teuer...
Grübel…

Und will mich nicht irgendjemand nach Berlin einladen? Wenn Pearl Jam da spielen? Am besten mit Front-Of-Stage-Karte und Back-Stage-Pass!
Man wird ja noch mal träumen dürfen…

Und die New Model Army – Tour wurde auf Oktober verschoben und ich finde das ziemlich blöd, hatte ich mich doch schon so auf den März gefreut.
Na ja.
Muss ich also bis mindestens Oktober gesund bleiben, habe ja schließlich schon Karten für Coesfeld…



So. Nach der MAULhURE und der Papierbloggerei kann ich jetzt wieder Gedichte und Rock’n’Roll Notizen machen. Und „Ausgehöhlt“ überarbeiten. Mich meinem Blog widmen. In neue Projekte flüchten.
All sowas.
Vielleicht sogar mal alle Mails und Briefe beantworten…



Gil Scott Heron singt in mein Herz.
Ich tippe weniger, weil ich mit der Musik wegschwebe.
Möge er in Frieden ruhen!




Ein Tag später.
Wir haben ein neues Bett (ging nicht mehr anders – Danke, Marie!).
Und ich habe Rücken und Muskeln.
Bett abbauen, neues Bett aufbauen, Kellerschlepperei…
Claudia und ich haben malocht wie 30jährige.

Dabei bin ich zu alt für diesen Scheiß!

Und merke auch, dass mir nix einfällt…

Also schick ich das jetzt einfach mal ab und lasse es so stehen…







Freitag, 14. Februar 2014

Februargedanken






Die Kerze brennt unerbittlich runter
Die Sanduhr rieselt
und es ist fünf vor Feierabend
obwohl kein Ticken den Tinnitus durchdringt

Noch gibt es den nächsten Tag
und den übernächsten wohl auch noch
Und dann?

Ein schmutziger alter Mann an der Tastatur
die ist voller Sabber und Tabakkrümel

Ach Süße
Es wird Zeit
dass es Frühling wird
oder der Winter mal endlich kommt
Was weiß denn ich
Irgendwas

Unsere Liebe ist unpfändbar
draußen strahlen wahrhaftig die Sterne
und der Mond ist
nicht von schlechten Eltern

Trotzdem

Während ich über die Tastatur schwanke
denke ich
an Endlichkeiten
die uns schließlich alle erwischen

Ist nun mal so

Ach Süße
natürlich haben wir eine Zukunft
scheiß drauf
wie lang sie sein wird
Ich bleibe dabei
mein Ziel ist es
mit dir zusammen alt und verrückt zu werden
Und wenn wir das erreicht haben
möglichst lange verweilen

So wie jetzt

Ach Süße
Ich kann die Zeit nicht anhalten
will es auch gar nicht
Gerade darum sollten wir das Jetzt genießen

Bis zum Ende
werden wir nicht alleine sein
Da bin ich mir sicher
Immer noch
und wenigstens dabei

Sonst bin ich mir selten sicher
Ich weiß es nicht
und ich will es nicht mehr wissen
- könnten zwei meiner Lieblingszeilen sein –

Nein
Ich bin deshalb kein Philosoph
Mit Sicherheit nicht

Gefangen in Ziffern und Zahlen
Die Buchstaben meiner Tastatur
die unerbittlichen Zahlen auf den Kontoauszügen
Keine Liebesbriefe
nur klar kalkulierte Einkaufslisten
und meine Seifenblasen im Schädel fühlen sich erschlagen
von zu viel Realität
und zu wenig Leben

Ein müder Mann
der sich den Frühling wünscht
und weiter zu viel rauchen wird

und es wie immer nicht schafft
seine Gedichte kurz zu halten



Freitag, 7. Februar 2014

Magen und Darm, Asterix bei den Pikten, Broilers, Hardstoff, Facebook, Kiwanuka...



Ich habe Magen und Darm.
Und das ist gut so.
Ich meine, stellt euch vor, ich hätte keinen Magen und keinen Darm: Ich würde ganz schön alt aussehen. Ich weiß, ich sehe jetzt schon uralt aus, aber ohne Magen und Darm wäre das noch beschissener…
Erst erwischte es vor einer Woche unsere Hündin und wir hatten zwei schlaflose Nächte. Dann war Claudia dran und seit heute bin ich auch da vollkommen solidarisch.
Macht nicht wirklich Spaß…

Ich habe also eine Magen- und Darminfektion.
Das Gute daran: Wir haben auch eine Toilette!
Ich erinnere mich an Zeiten in meiner Jugend, da wohnte ich in einer kleinen Abbruchbude unterm Dach. Mit einem Klo drei Treppen tiefer.
Da wäre ne Magen- und Darminfektion die Hölle gewesen!
Ich gestehe, nachts und gerade nach Suffaktionen pissten wir auch schon mal in einen Eimer, dessen Inhalt wir am nächsten Tag entsorgten.
Magen und Darmprobleme kannte ich nicht.
Und wenn ich meine Freunde und Freundinnen besuchte, bat ich immer um Asyl in deren Badewanne und Dusche.

Ein Leben ohne Bad wäre momentan (und auch auf Dauer) die Hölle für mich.
Ne Magen- und Darminfektion vergeht.



„Asterix bei den Pikten“ ist gar nicht so schlecht. Die neuen Zeichner und Texter sind okay. Goscinny (R.I.P) und Uderzo (alleine war er überfordert) scheinen mit Ferri und Conrad würdige Nachfolger gefunden zu haben.
Und bei den Pikten muss ich immer an den großen Jerk Götterwind denken…



Die Broilers haben ne neue Platte. Für mich Schlagermucke. Ich konnte die Scheibe nicht zu Ende hören, weil ich mich ärgerte und probiere es morgen noch mal. Ich befürchte, auch dann werde ich sie einfach nur Scheiße finden…
Dabei bin ich ja gar nicht dem Mainstream abgeneigt. Aber so?

Ansonsten habe ich Andrea Schroeder ja schon genug gelobt.
Warum sie bei ihrer Tour den Ruhrpott außen vor lässt und mich zwingt, zwischen Münster, Bielefeld und Wuppertal zu entscheiden verstehe ich allerdings nicht…



Heute kam der Hardstoff #3 und #4 bei mir an.
Klasse!
5 Seiten Urs Böke, einmal wird mein Name erwähnt und ca. 80 Seiten Ron Hard! Das Wochenende wird toll!



Dieses Wochenende geht „Auf Papier gebloggt“ zur Druckerei.
Es funktioniert, auch wenn es viel zu viele Seiten haben wird…

Lee Ranaldo and the dust läuft auf meiner Anlage. Ne Aufnahme von 2011, aber gerade erst von mir entdeckt…
Klasse!

Ich muss schon wieder zur Toilette…



Hab gerade beschlossen, dass die Fußballwinterpause noch mindestens eine Woche verlängert wird...
Mittlerweile weiß ich nicht mal, ob ich Pauli nächstes Wochenende ne Niederlage gegen Bochum wünsche...
Fuck!

Muss schon wieder zur Toilette…



Facebook lässt nach.
Nee. Natürlich nicht Facebook. Aber die User.
Viele meiner lieb gewordenen Freunde posten seltener, sind kaum noch online und ich bekomme momentan weniger Feedback über Facebook.
Ich finde das gut:
Facebook ist okay, ich habe tolle Leute kennengelernt, konnte und kann Werbung für meine Literaturprojekte machen.
Aber Facebook ist eben nicht das Leben (und ich finde immer noch das alte MySpace besser, ich vermisse es).
Ich glaube momentan geht es nicht ohne Facebook.
Aber wir sollten es eben nicht übertreiben und auch nicht überbewerten!



Noch mal Toilette. Die Blähungen nerven. Und überhaupt.

Ne (kleine) Korrektur:
Als das Erstlingswerk von Michael Kiwanuka, „Home again“, erschien war ich enttäuscht. Ein super Soul-Sänger mit einem Wahnsinnspotentizial. Meiner Ansicht nach glatt und damit platt produziert.
Nach einem Jahr habe ich mir jetzt die Vinylfassung geholt.
Der Typ bleibt wahnsinnig gut, die Produktion ist immer noch zu glatt.
Es könnte wesentlich besser sein. Mit mehr Mut zur Eigenständigkeit.
 Aber auf Vinyl gewinnt dieses Werk einiges.
Und ich höre neu und es ist nur zu empfehlen.



So. Genug für heute. Ich muss auch schon wieder zur Toilette.
Aber ich habe eine, die nur eine Tür entfernt ist.
Das Leben ist schön!

Donnerstag, 6. Februar 2014

Mein politisches Manifest:



Warum ich mich immer noch und immer mehr als Anarchisten bezeichne:

Weil ich Träume und Utopien habe.
Weil die Realpolitik mich desillusioniert und immer wieder gefrustet hat.
Weil ich die Menschen und diese Welt und dieses Leben trotzdem liebe.
Vielleicht deshalb.

Staats- und Gesellschaftsformen, Philosophien, Religionen gibt es seit Urzeiten.
Manche Gedanken sind gut und vernünftig, manche eindeutig nur zur Rechtfertigung von irgendwelchen Machtverhältnissen formuliert.
Es ist kompliziert und vielfältig und ich habe lange nicht alles studiert, gelesen oder verstanden.
Ich bin eher ein Gefühlsmensch.
Und scheiß auf Theorien und Einordnungen.
Wenn schon, dann bin ich trauriger Poet, Rock’n’Roller, Hermann.
Oder eben Anarchist. Punkt.

Autokratien, Monarchien und Diktaturen?
Können funktionieren, hängen aber letztendlich von der alleinigen und einzelnen Machtperson ab. Riskant, äußerst riskant.
Und bisher immer daneben gegangen.

Sozialismus?
Der real existierende Mus ist gescheitert, existiert ja auch gar nicht mehr. Die Theorie war nicht schlecht, die Praxis scheiße. Unfrei.

Demokratie?
Ebenfalls ne schöne Theorie. Aber in der Praxis beinahe weltweit durch Kapitalismus ersetzt.

Was bleibt übrig?
Eben!

Natürlich ist Anarchie eine Utopie. Aber sind das nicht alle anderen Gesellschaftstheorien und –modelle auch irgendwo?
Und wenn schon, dann sollte eine freiheitliche Gesellschaft doch wohl erstrebenswert sein, oder?

Nee.
Ich komme jetzt nicht mit den Theoretikern und Philosophen.
Ist mir zu anstrengend.
Ich komme mit meinem Glauben an die Menschheit (ich kann nix dafür, irgendwie immer noch) und mit meinen Gefühlen.
Ich gestehe, ich bin ein Gefühlsanarchist (und gestehe noch mal: geklaut bei Konstantin Wecker).

Ich träume von einer freien Welt. Ohne Gesetze, ohne Krieg, ohne Geld.
Wie gesagt: Ich träume davon.
Ich werde sie niemals erleben, aber sie ist mein Ideal und jeder Schritt in diese Richtung ist mir wichtig. Und jeder Schritt in die andere Richtung wird von mir angeprangert werden.

Zum Beispiel dieses Land. Hier und jetzt.
Flüchtlinge werden verfolgt und die Staatsmacht drückt die Augen zu. Der Verfassungsschutz und die Polizei sind wie auch immer in Aktivitäten der Mörderbande NSU verstrickt. Und die Staatsmacht drückt die Augen zu.
NSA und CIA (und viele andere) überwachen und bespitzeln jeden einzelnen von uns. Und die Regierung duckt sich.
Gleichzeitig rüstet die Polizei immer mehr auf und die Bundeswehr darf im Inneren eingesetzt werden.
Und es ist jetzt plötzlich wieder in, Verantwortung und Weltmacht der Deutschen einzufordern. Geäußert von einer Regierung, die ich nicht gewählt habe, einem Präsi, der nicht meiner ist.
Und mir kommt es hoch.
Gerade weil ich dieses Land und die Menschen liebe. Nicht als Staatsgebilde, nicht als Abgrenzung gegen andere, sondern als mein Geburtsland.
Mit Erblasten, die ich nicht toll finde, aber die auch Chance hätten sein können (Scheiße formuliert, trotzdem wahr):
Wer, wenn nicht wir Deutschen (was immer das ist!) sollte sich für Antifaschismus und Freiheit einsetzen!
Wer, wenn nicht wir sollte gegen Rassismus und Militarismus anschreien!
Wer, wenn nicht wir sollte sich klein machen und gerade dadurch wachsen!
Forget it!
Das Gegenteil passiert.
Und mir kommt es hoch.
Ich bin nicht politisch organisiert. Und ich glaube nicht an den Parlamentarismus und an Wahlen. Ich glaube auch nicht an Volksentscheide und Petitionen (nach einem miesen Fall von Kindesmord und medialer Verbreitung würden hier in Dland mit Sicherheit 70% der Bevölkerung für Folter oder Todesstrafe stimmen…).
Ich glaube an die Menschen. Hier. Überall. Trotz allem.
Unsere Politiker sind doch nur Marionetten des weltweiten Banken- und Wirtschaftsgeschäfts.
Die wahren Mächtigen haben kein öffentliches Gesicht. Merkel und (ich denke, dieser Mann, in dem ich anfangs wahrhaftig Hoffnung setzte, ist das beste Beispiel) Obama sind Marionetten der Finanzmächtigen.
Der Kapitalismus scheint weltweit gesiegt zu haben.
Aber er steht auf wackligen Beinen und wird scheitern, vielleicht (wahrscheinlich) nicht mehr in meinem Leben, vielleicht auch nur durch riesige Katastrophen, aber er wird scheitern, da bin ich mir sicher.

All das ist viel zu knapp formuliert.
Ich könnte noch mehr. Aber ich will nicht. Ich habe keinen Bock auf ausschweifende Theorien und werde den Teufel tun, mich in dieser Richtung zu äußern.
Ich bin Anarchist. Punkt.

Keine Angst: Ich stehe nicht im schwarzen Block, ich werfe keine Bomben und ich plane keine Attentate.
Dafür bin ich zu alt und zu krank.
Außerdem ist das eine weitere Diffamierung und Legendenbildung des Anarchismus, die man so platt nicht stehen lassen kann.

Ich bin Worttäter. Maulheld.
Diesen Kram zu tippen tut nicht weh. Andere Anarchisten sitzen wegen ihrer Überzeugung und ihrer „Taten“ weltweit in Knästen.
Ihnen gelten meine Hochachtung und meine Solidarität.
Ich kann für mich persönlich nicht alle Taten rechtfertigen oder gutheißen.

Aber:
Was ist ein Banküberfall
gegen die Verbrechen der Banken
tagtäglich?

Sorry. Nur zum Beispiel…

Ich bin Anarchist. Gefühlsanarchist (das trifft es einfach besser).
Dieses Manifest ist nicht wohlformuliert und aus dem Bauch heraus einfach runtergetippt.
Vielleicht ist es gerade deshalb umso wahrer.