Mittwoch, 27. Juni 2012

Sprachlosigkeiten, Dichter und Gedichte, Heartbeat


Ich bin sprachlos.
Ich bin sprach- und hilflos.
Da passiert so viel bei mir und um mich herum, dass ich nur noch laut „Stop!“ schreien kann.
Halt die Welt an – ich will raus
Halt die Welt an – ich halt es nicht mehr aus
Zeilen aus einem alten Lied von mir. Nie waren sie zutreffender…

Keine Neuigkeiten und Infos zu mir. Falls Ihr da was wollt, so müsst Ihr Euch mindestens einen Monat gedulden.
Ab jetzt Gedichte.
Und erst mal ältere und welche aus meinem wirklich guten Gedichtband „Mein Mittelfinger dem Krebs“. Den könnt ihr beim Verlag, bei amazon, im Buchhandel (?) oder am liebsten bei mir kaufen. Kostet 8,95€ (und 1,45€ Porto bei mir).

Und hier sind schon mal zwei:


Dichter und Gedichte

Ich mag diese Sonderlinge
wenn sie mit Herzblut schreiben
Die richtigen und die guten haben alle Leben in sich
sie kennen
die Pissrinne, die Gosse, den Abgrund
kriegen nie genug
Und leben hart und direkt und schreiben
voll in die Zwölf
Rhythmus und Wahrhaftigkeit und Worte die herausstürzen
wie ein Schrei in der Stille der Sprachlosigkeit
Ich mag sie
sie zeigen mir
dass ich nicht alleine bin
Ihre Texte lassen mich lachen, lassen mich weinen
den Kopf schütteln, nicken, die Faust ballen
und mich weiter meinen Kram machen
mit dem Wissen
nicht alleine zu sein

Ich scheiß auf Schöngeistigkeit und Reime
werde müde bei sanfter Ironie von Kurzgeschichten
Gebt mir ein Gedicht
- da ist Kraft!
Das hat was!
Gebt mir ein Gedicht
das ist wie ein Song
der mich den ganzen Tag begleitet
Manchmal ersetzt ein Gedicht einen Roman
manchmal eine Bananenflanke, manchmal eine volle Rechte ans Glaskinn
Ein Gedicht
das ist Leben

Und davon kann ich nie genug kriegen




Heartbeat


Ich habe mich
nur zum Teil kaufen lassen
Ich steh auf Luxus und Konsum
und wäre gerne abgesichert
Aber ein geiler Song
zeigt mir dann wieder
was wirklich wichtig ist

Herzschlag im Rhythmus von Rock und Revolte
während meine Hand noch zögert
ob sie den Mittelfinger streckt
oder die Faust ballt

In meinem Herzen der gute Wolfgang Neuss
„Ich schaffe mir erst dann ein Gebiss an
wenn es in Deutschland wieder einen Grund zum Lachen gibt“
sagte er
dabei brachte er uns alle zum Lachen
in seiner schmuddeligen Bude
zugekifft bis zum geht nicht mehr
(und teilweise auch blöd gekifft)
brabbelte er Weisheiten und Schwachsinn
und kommentierte die Zustände in diesem Land
das wir alle heimlich und voller Angst und Argwohn liebten
und irgendwie immer noch lieben
auch wenn es uns schwer fällt
und wir lachten und nickten
und wünschten ihm gutes Dope
für  sein schlichtes Leben
Zahnlos strahlten seine Augen
und das habe ich mir manchmal n bisschen abgeguckt
auch ohne bekifft zu sein

Selbst in den finstersten Zeiten
gab es Hofnarren
Sie waren die ehrlichsten Revolutionäre
hatten den Kopf immer in der Schlinge
und lachten
„Sich über die ganze Scheiße kaputtzulachen
ist ein schöner Tod“
Ich glaube es war Peter Paul Zahl
der dieses Zitat lieferte
ich wünsche ihm viel Sonne
in seinem Exil auf Jamaika

So viele Filme, so viele Bücher, so viel Musik
und da bin ich absolut Jäger und Sammler
Man gönnt sich ja sonst nichts…
Na ja…
Ich gönne mir meinen Luxus
ich gönne mir meine Ausflüge ins Spießertum
ich gönne mir weiterhin
öffentlich die Hosen runterzulassen
und ich finde
ich muss nicht in der Gosse leben
um glaubwürdig zu sein
aber irgendwie schweife ich ab
und weiß nicht genau
was ich jetzt damit sagen will

Ach ja
Das ist anatomisch unbestritten:
Das Herz
schlägt links
und Blut
ist nun mal rot

Und:
It’s only Rock n Roll
but I like it!


Auch P.P. Zahl ruht mittlerweile in Frieden. (I hope so)
Und ich weiß nur, dass ich nichts weiß. Aber ich möchte es auch lieber schwarz.

Montag, 25. Juni 2012

Abschied? 2


Ich bin zu schnell und zu ehrlich bei meinen Blogeinträgen. Vielleicht bricht mir das irgendwann den Hals oder führt mich noch tiefer in den Dreck, als ich eh schon stecke.
Egal.

Unser spontaner Plan, Ostfriesland abzugrasen und nach einer Alternative zum Leben im Ruhrpott zu suchen, nimmt wahrhaftig irgendwie Gestalt an.
Aber da ist noch nichts konkret, in vierzehn Tagen sehen wir vielleicht klarer.
Und eigentlich dürfte das auch niemand beim Job meiner Frau mitbekommen, schließlich ist sie ja noch hier im Pott in Lohn und Brot.
Also Ball flach halten. Wie bei der EM. Oder so.

Neuanfang? Weiter machen? Abschied?
Ich tendiere zu Weiter machen unter anderen Voraussetzungen. Was weiß denn ich!
Das Leben ist und bleibt spannend. Irgendwie ist das ja auch gut so.
Noch sind wir nur n bisschen zu alt und schwach für was Neues. Also jetzt.

Ostfriesland.
Rau, herbe, frisch.
Viele Kühe. „Die Kühe sind schöner als bei uns! Und zufriedener!“ Originalton Claudia. Nur zu gerne gebe ich ihr Recht.
Das Wattenmeer ist für meine Liebe allerdings eher eine Enttäuschung:
„Ja und wo ist denn jetzt das Meer?! Hier ist ja nur Schlamm!“
Und kein Sandstrand, sondern Deiche, massig Deiche. Ich finde das ja eher schön, aber Claudia ist leicht enttäuscht.
Wir finden Quartier in Pewsum. Klein und schnuckelig, sowohl der Ort als auch die Ferienwohnung.
In Pewsum wurde die erste deutsche Frauenärztin geboren, oder sie praktizierte dort. Deshalb ist Pewsum auch die niedersächsische Frauenstadt. Das finde ich nett und süß. Ansonsten hat Pewsum halt auch seine Autokorsos nach dem EM-Sieg gegen Griechenland und das finde ich eher störend. Wahrscheinlich gab es die aber überall in D-land, kann man halt nix machen.
Keine A 40 in Ostfriesland! Das ist ein Wahnsinnsvorteil. Die Landstraßen sind frei und lassen sich gemütlich fahren und so kommen wir zu dem Ort unserer Träume:
Greetsiel.
Greetsiel ist ein absolut schnuckeliger Fischerort am Wattenmeer. Natürlich Touris, aber das hält sich in Grenzen und noch sind wir ja auch nix anderes.
Möwen auf der Hafenmauer. Brücken und Kanäle. Nepp-Läden. Urgemütliche Teestuben, Cafés und Restaurants.
Irgendwie wirkt dort alles ruhig und familiär.
Meer und Strand ist nicht, Greetsiel ist eingedeicht worden. Und jetzt wirkt das alles wie eine niedliche Puppenstube. Sicher, sauber und ruhig.
Natürlich werden wir uns dort niemals eine Wohnung leisten können, aber im Umkreis ist das schon mach- und finanzierbar. Und wer die A 40 gewohnt ist, der kann auch bis zu 20 Kilometer durch Ostfriesland fahren.
In der Nähe ist übrigens der berühmte Otto-Leuchtturm. Rot-gelb gekringelt. Und es gibt massig Windmühlen. Und Schafe, aber die finde ich doof.
Norden und Emden sind nicht weit entfernt, das sind schon richtige Städte und somit ist die Versorgung gesichert. Norddeich hat dann richtigen Strand, ist aber eher ein ungemütlicher Kurort. Und die Friesischen Inseln sind einen Katzensprung entfernt.
Ach!
Und mit den Worten der Ureinwohner:
„Moin, Moin…“

So. Vielleicht werde ich Ostfriese.
Und langsam bekommen wir natürlich kalte Füße. Der Abschied von unseren Freunden und unseren Familien wird schwer fallen. Das Ruhrstadion (so wird es immer heißen…) in Bochum, die Bastion, alle Kontakte, Gewohnheiten und kulturellen Möglichkeiten des Ruhrgebiets werden mir fehlen.
Aber noch ist es ja auch nichts klar.
Und deshalb werde ich dieses Thema auch erst wieder erwähnen, wenn wir was Konkretes wissen.

Es gilt mal wieder Daumen drücken! Für was auch immer. Für alles…

Donnerstag, 21. Juni 2012

Auch wenn noch nix klar ist: Abschied Part 1


Ist das schon Abschied nehmen?
Gedanklich betrachte ich den Teich und die Felder und jeden einzelnen Baum in meinem Park als würde ich dieses Paradies zum letzten Mal sehen.
Unsere Wohnung ist unpraktisch für zwei Menschen und eine Hündin. Aber ich lasse meinen Blick streifen und finde sie stilvoll und gemütlich, beruhige mich dann, indem ich mir sage, dass wir uns überall so und noch schöner einrichten können.
Mit den liebgewonnenen Menschen, die wir verlassen müssten, beschäftige ich mich noch nicht. Sie werden ja nicht aus der Welt sein, sage ich mir.
Was sind schon 300 Kilometer!

Veränderungen stehen an. Und da wir eh umziehen wollen planen wir den großen Schnitt: Ostfriesland. Meeresnähe. Raus aus dem Ruhrpott.
Ich liebe den Pott, für mich ist das Heimat, aber ich bin noch jung genug, um etwas Neues zu wagen und meinen Schreibtisch kann ich überall aufbauen.
Gibt es in Ostfriesland Buden (woanders heißt das Kiosk)?
Egal, Nachttanken gibt es mittlerweile überall.

Es ist noch nichts klar, aber die Pläne verdichten sich.
In mir eine Mischung aus Vorfreude und Angst.
Und die Gewissheit, dass wir es zusammen überall schaffen werden, wo es uns dann hinschlägt.

Das Ruhrstadion, der VfL Bochum. Der räumliche Abschied wird mir da momentan  leicht gemacht.
Die Bastion in Bochum, die Bahia in Castrop. Ich bin eh kein Kneipengänger oder Clubber mehr, werde beide Orte bei Veranstaltungen wiedersehen (das ist ein Versprechen!). Die A 40, der Ruhrschnellweg. Und tschüss!

Ich höre „Ich geh weg“ von TonSteineScherben. Irgendwie passt das.

Wie erwähnt, noch ist nix klar. Außer, das etwas passieren wird. Und wir heute die ersten Schritte einleiten wollen. Drückt uns die Daumen, für was auch immer.

Jetzt also erst mal Sendepause für zwei, drei Tage.  



Mittwoch, 20. Juni 2012

Reif für die Insel

Es ist bei jeder Lesung immer das Gleiche: ich behaupte, mich so schlecht, wie nie zuvor vorbereitet zu haben, überhaupt keine Ahnung zu haben, was ich lesen soll und sowieso eigentlich eher krank und schlecht in Form zu sein.
So auch heute Abend.
Während ich meine Texte raussuche (ich will immer was Neues lesen, um mich zu überraschen und bloß keine Langeweile aufkommen zu lassen...) stelle ich fest, dass die neuen Sachen alle verdammt lang sind. Und ich noch kein Liebesgedicht dabei habe.
Also habe ich mich jetzt schnell an den Schreibtisch gesetzt und eins geschrieben.
Natürlich ist dies für meine geliebte Frau Claudia:


Reif für die Insel

Irgendwie kotzt uns fast alles an
angefangen beim Wetter
aber wir haben uns
und damit schon gewonnen

Wenn wir uns nachts umarmen
ist das manchmal
als klammerten wir uns wie Ertrinkende aneinander
Und wenn sie an meiner Schulter weint
dann weiß ich
dass ich brotloser Künstler doch für irgendwas gut sein kann
Wenn wir uns küssen vergesse ich beinahe
diesen Ruinenschlund
der sich mein Mund nennt
Und wenn wir uns lieben
fühlen wir uns gesund und jung
und merken erst danach
unsere zerstörten Knochen und Muskeln

Wir sind reif für die Insel
Schiffbrüchige
die in diesem Land zwar gekentert aber nicht gänzlich verloren sind

So verlieren wir uns ineinander
und finden uns täglich neu

Unser Alltagskram türmt sich
und wir stecken bis zum Hals in irgendeiner Scheiße
das ist so
in diesem Land in dieser Zeit
und damit geht es uns
wie den meisten denkenden Menschen

Solange wir zusammen sind
sind wir unschlagbar
und brechen immer wieder auf
zu neuen Ufern

Uns kann nichts passieren:
unsere Liebe ist stark und unbesiegbar
und als Kind hatte ich meinen DLRG Rettungsschwimmer gemacht




Donnerstag, 14. Juni 2012

Über Freunde 1 / und eine kaputte Telekomleitung



Aus einem Kommentar zu meinen Blogs:

„Eine Frage: Könntest du in einem deiner kommenden Blogs einen Ratgeber-Text aus deiner Sicht zum Thema Freundschaft schreiben, inklusive Freunde gewinnen, Freunde behalten. Ich könnte da dringend Hilfe gebrauchen. Ich habe nämlich keine und hätte so gerne wenigstens einen (von einer Frau/ Freundin ganz zu schweigen, das bleibt wohl ewig ein Traum). Du scheinst Experte in Sachen Freundschaft zu sein. Deinen Texten entnehme ich, dass du viele echte und enge Freunde hast.“
Nein. Ich bin kein Experte und ein äußerst schlechter Ratgeber. Ich finde nämlich, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Und der ist nicht selten schmerzhaft.
Aber Schmerzen sind dazu da, ertragen zu werden. Und wer es leicht haben will, der hat schon verloren. BlaBla.
Ich habe viele echte und enge Freunde. Und die haben mir geholfen  zu überleben, die helfen mir zu leben.
Keine Ahnung, ob oder wie ich die verdient habe. Vielleicht ist es wie ein Lotteriegewinn und ich habe einfach fürchterliches Glück gehabt. Eigentlich bin ich bei meinen Freunden und Freundinnen in einer fürchterlichen Bring-Schuld. Aber die werde ich nie einlösen können. Und darum geht es ja auch gar nicht bei Freundschaften, da ist kein Aufrechnen, da ist einfach Freundschaft.
Oder so.

Meinem besten Freund habe ich folgenden Text gewidmet (erschien schon mal vor zwei Jahren hier im Blog…):


Warm ums Herz
Für Thomas

Der Typ ist mindestens ein Gedicht wert, aber er mag keine Gedichte. Außerdem ist diese Seite für einen Wettbewerb, der eine Ein-Seiten-Story verlangt. Also.
Früher wurden wir immer für Brüder gehalten. Und er wurde als mein jüngerer Bruder angesehen. Dabei ist er drei Jahre älter. Fuck.
Mittlerweile sehe ich aus, als könnte ich sein Vater sein, aber das ist eine andere Geschichte und die hat mit Krankheit zu tun und da wird mir nicht warm, sondern furchtbar kalt ums Herz. Deshalb gibt es die hier nicht.
Ich könnte Romane mit den Geschichten unserer Freundschaft füllen. Ich sollte ihm ein Denkmal setzen, so oft, wie er mir schon den Arsch gerettet hat.
Über zwanzig Jahre geht das schon so. Unsere Geschichten waren früher voller Suff und Chaos, sind immer noch voller Musik und Rock’n’Roll. Laurel und Hardy. Statler und Waldorf aus der Muppet Show. Die Glimmer Twins. Männerfreundschaft ist eh durch nichts zu ersetzen.
Zum Beispiel dieser Tag am Meer in Holland. Wir waren mit anderen Freunden zu Pfingsten zelten (Tradition verpflichtet) und setzten uns zum Frühschoppen in die Doorpstaverne. „Vier Pils und vier Bessen“ war der Beginn einer tödlichen Zecherei. Jeder bestellte eine Runde, dann ging der Kreis von vorne los, dann schwamm irgendwann der Tisch und aus den Boxen tönten Oldies, die uns das Trinken erleichterten. Stunden später, die Einheimischen guckten uns amüsiert und verwundert an, torkelten wir alle dann doch an den Strand, den wir eigentlich viel früher aufsuchen wollten. Es endete damit, dass ich baden ging. Und danach im Parka für Drogenfotos posierte. Ich erinnere mich äußerst verschwommen daran, aber leider gibt es Beweisfotos.
Oder 10 Jahre später beim Stones-Konzert. 15 Jahre später bei U2. Und all die anderen Konzerte. Nicht zu vergessen, unsere eigenen Sessions und Auftritte mit unserer Band.
Oder 17 Jahre später. Zusammen am Strand in Arcachon.
Oder 22 Jahre später. Und Thomas an meinem Krankenbett mit einem Kloß im Hals.
Oder 25 Jahre später. Und Thomas hat einen hochroten Kopf und kann sich kaum auf den Beinen halten aber diesmal ist es nicht Alkohol, sondern eine Grippe. Und er trägt einen Anzug und verheddert sich, während er mir den Ring überreicht, den ich meiner Braut mit einem klaren „Ja. Ich will.“ überstreife.
Tausend Geschichten, keine einzige passt auf eine Seite. Oft verstehen wir uns ohne viele Worte, viele Sachen müssen gar nicht mehr ausgesprochen werden, klären sich durch Blicke. Und dann nicken wir beide. Oder lachen. Je nachdem.
Meine Frau sagt, wir würden uns wie Zwillinge benehmen. Aber so alt wirkt er noch nicht.
Das hier ist für meinen Freund, den alten Sack, er wird es als sentimentales Geschwafel abtun.

Ja. So in der Art.
Da kommt mit Sicherheit noch mehr, aber das sollte erst mal reichen.

Diese Idioten, die genau gegenüber ein Haus bauen, haben eine Telekom-Leitung gekappt. Scheiße!
Kein Festnetz und kein Internet! und kein Vodafone-TV!
Wie wir die Telekom kennen wird das heute nicht mehr repariert. Ich bin sauer.
Jammern auf hohem Niveau. …
Ich habe ein Handy, über das ich erreichbar bin und mit dem ich telefonieren kann und ich habe einen Internet-Stick für mobiles Surfen und für Notfälle. Also ist es eigentlich scheißegal. Trotzdem nervt es tierisch.
Und dass das nervt, macht mich betroffen.
In Syrien werden Kinder zu Kriegsopfern, Hartz IV killt Menschen hier bei uns, ich lebe in meinem speziellen Krebs-Bonus-Programm. Warum kann so ein Pipi-Kram verdammt nochmal mich nerven?!

Mich nervt momentan eh einiges, was eigentlich nicht der Rede wert sein sollte.
Kassen-Steherei, Sparkassenkram, Rentenscheiß und all so was…
Mensch, dabei könnte das Leben doch so schön sein!

Keine Ahnung.
All diese kleinen Nervereien türmen sich.
Sind Alarmzeichen, das irgendwas nicht in Ordnung ist.
Vielleicht geht die Welt unter.
Oder nur ich.

Ich bin rastlos.
Unruhig. Unzufrieden.
Ich weiß nicht, warum.

Mittlerweile über 30 Stunden ohne DSL-Leitung und ohne Telefon. Fuck.
Bin ich Internet-süchtig?
Nein. Eigentlich nicht. Aber ich will es nutzen können, wann ich will. Ich will bei Facebook reingucken, meine Mails checken und neue Blogeinträge verbrechen.
Und der Web-Stick ist teuer und langsamer.
Außerdem bin ich ein Telefon-Junkie. Wer weiß, welcher wichtige Anruf in den letzten dreißig Stunden nicht durchgekommen ist (wahrscheinlich nur verbotene Telefonwerbung oder Meinungsumfragen…)!

Nach 33 Stunden steht jetzt wieder die Leitung. Hurra!
Erst mal mit zwei Freunden telefonieren und dann der obligatorische Anruf bei Muttern. Und jetzt Computer.


Kein Fußballkommentar! Versprochen!


Und trotz EM und Telekomleitung ist mein Output immer noch ziemlich hoch…
Gute Nacht!