Mittwoch, 22. November 2017

Entscheidungen





Ja. Ich werde „Auf Papier gebloggt 2017“ rausbringen.
Wesentlich dünner, als der Vorgänger und reduziert auf Gedichte und persönliche Entwicklungen mit dem Schwerpunkt auf unseren Urlaub. (Zum Beispiel wird dieser Post definitiv nicht im Buch erscheinen...)
Muss ich noch dran arbeiten, wird aber…
Ich werde das recht zeitnah machen, dass das Teil auch Anfang 2018 zu haben ist. In einer kleinen Auflage, wenn es denn klappt (und Ralf nochmal mitmacht) wieder bei LiteraFreakPress.

Eine Freundin schrieb, ich solle mich auf meinen Arsch setzen und mal wieder ein gutes Gedicht machen.
Sie hat recht.
Ich glaube, ich habe sogar noch ein paar gute in Hinterhand und auf Festplatte gespeichert.
Und ich werde mich auf meinen Arsch setzen und einen Gedichtband machen. Im ersten Quartal 2018 wird der fertig sein. Noch keine Ahnung, wo ich den dann veröffentliche.
Aber ich habe zumindest einen Plan, wie ich ihn zusammenstelle. Arbeitstitel ist „Erinnerungen ab dem Geburtsjahr der Rolling Stones“…

Meine Prosa-Projekte verfolge ich weiterhin. N Krimi, n fiktiver Roman und die Vorgeschichte von „Ausgehöhlt“ sind in Arbeit. Aber das dauert noch Jahre.

Mein „Blog Bla Bla“ wird immer weiterlaufen.
Soll aber keineswegs Schwerpunkt meiner Schreiberei sein.

Und ich werde mehr Wert darauflegen, mich zu verkaufen.
Schallplatten, Bücher, Bier, Kaffee und vor allem Tabak sind schweineteuer.
Und das sind eben die Grundlagen meiner Schreiberei.
Vielleicht werde ich dabei auch mal nerven, zum Beispiel Sachen bei Facebook öfters posten und anpreisen.
Aber die Diskrepanz zwischen Klicks auf meinen Kram, Likes im Internet und Bücherbestellungen finde ich schon recht heftig.
Und irgendwann will ich auch mal ernten.
Und ich finde, das habe ich mir verdient.


Dienstag, 21. November 2017

Lohnt sich "Auf Papier gebloggt"?



Wird es ein „Auf Papier gebloggt 2017“ geben?

Das liegt an Euch.



„Auf Papier gebloggt: Arschlochjahr 2016“ verkaufte sich nicht so, wie ich es erwartet hatte.

Okay, Ihr konntet und könnt das alles digital lesen, aber ich dachte mir, n Buch wäre ja auch was. Zumindest auf dem Klo oder in der Badewanne.

Und ich weiß, dass da auch tolle Sachen zu finden sind.

Jetzt bin ich unsicher.

Soll ich mir die Mühe machen, meinen Blog dieses Jahres zu überarbeiten und in Papierform zu bringen?

Lohnt sich das?

Zahle ich drauf (zumindest von der Arbeit her)?



Ich mach das jetzt mal so: Ich warte auf eure Kommentare, Likes oder Reaktionen.

Wenn ich genügend bekomme, dann leite ich das in die Wege. Wenn nicht, dann konzentriere ich mich auf meine anderen Buchprojekte.


Ne Art unverbindliches Crowdfounding.
Bis zum 15.12.

Dann entscheide ich…

Morrissey, Waters, Eno, Lagerfeld: Einfach mal Schnauze halten!



Manche sollten einfach mal die Schnauze halten.

Zum Beispiel Morrissey.
Was dieser (zugegebenermaßen nicht schlechte) Sänger in Interviews rauslässt ist zum Kotzen. Hanebüchener Unsinn:
Zu #MeeToo: Die Missbrauchs Opfer wären selber schuld, ein 14jähriger soll halt nicht alleine ins Zimmer eines Erwachsenen gehen, BlaBla…
Zum Brexit: Ja. Nein. BlaBla…
Außerdem: Berlin wäre die Vergewaltigungshauptstadt Nummer Eins. Und da wäre Merkel Schuld dran, weil sie all die Flüchtlinge reinlässt. BlaBlaKotz…
Für merkwürdige bis rechtspopulistische Aussagen war dieser früher bedeutende Künstler in den letzten Jahren ja immer zu haben. Ich habe endgültig genug.
Zum Glück mag ich ihn nicht so sehr, dass ich mir unbedingt seine neue Platte anhören muss.

Bei zwei anderen wird es schwieriger, ist aber genauso ärgerlich:
Roger Waters (früher Pink Floyd) und Brian Eno (überall) sind große Palästina-Anhänger. (Ach ja: Thurston Moore gehört leider auch dazu…)
Dürfen sie, kein Problem.
Aber deshalb ganz Israel zu verteufeln ist einfach falsch und platt.
Einen generellen Israel-Boykott zu fordern und KollegInnen wie aktuell Radiohead und Nick Cave anzugreifen ist unter aller Sau.
Ich bin wahrhaftig kein Freund der momentanen israelischen Politik, bin auch kein Fachmann im Nah-Ost-Konflikt.
Aber der Staat Israel ist eine Tatsache. Seit dem 2. Weltkrieg. Und das könnte gut sein, immerhin hat Israel eine halbwegs funktionierende Demokratie, was im Nahen Osten schon ein Alleinstellungsmerkmal ist.
Ich würde nie die Unterdrückung der Palästinenser gut reden und natürlich hat Palästina auch ein geschichtliches Anrecht auf einen Staat. Aber deshalb alle Israelis (oder meinen die gar die Juden?) zu boykottieren ist einfach dumm.
Und rassistisch.

Jeder Künstler hat das Recht, selber zu entscheiden, wo er spielt.
Wäre ich ein Rock-Star (Hey-Sind wir das nicht alle irgendwie!) würde ich mir momentan gut überlegen, ob ich in Syrien, der Türkei, Russland, den USA, Nord-Korea (Hallo Laibach – und da regte sich niemand auf!), Iran, undsoweiter auftreten würde. Aber es wäre meine Entscheidung. Und ich könnte sie immer damit begründen, dass ich den Kontakt mit den Menschen und nicht mit dem Verhalten der Staatsführenden suchen würde.
Hätte Roger Waters Eier, dann würde er in Israel auftreten. Und dort Rechte für die Palästinenser einfordern. Könnte er ja diplomatisch und freundlich machen (okay, Roger Waters wohl nicht…).

Rock-Stars, Dichter, Schauspieler und Künstler haben natürlich ein Recht, sich politisch zu äußern.
Meiner Meinung haben gerade diese Menschen eine Pflicht dazu.
Aber wenn sie nur Blödsinn labern, dann sollten sie vielleicht einfach mal die Schnauze halten.

Gilt übrigens auch für Karl Lagerfeld