Donnerstag, 20. Juni 2013
Mittwoch, 19. Juni 2013
So geht es weiter, Obama, Fußballpause
Mein vorheriger Post brachte mir einige Anregungen und
Antworten auf Facebook, per PN und (Danke für die wirklich umfangreiche Antwort
Lästerschwester!) hier. Danke dafür!
Ich weiß nicht, was richtig ist, aber ich habe mich jetzt
entschieden, wie ich weiter vorgehen werde. Und zwar so, wie ich es bisher
getan habe.
Vielleicht nehme ich mich bei den Gedichten und der Anzahl
meiner Posts etwas zurück (vielleicht kann ich es aber auch nicht lassen…), mit
Bestimmtheit erst mal nix aus meinen neuem Projekt, dafür öfters Laberei und
Essaykram. Wofür die Begrifflichkeit „Blog“ ja auch irgendwie steht.
Die Zugriffe haben im Laufe des letzten Jahres stetig
zugenommen und ich bin stolz, ne vermeintlich ziemlich große Leserschaft zu
haben. So genau weiß man das ja nie. Aber die Statistiken finde ich gut und
gerade heute erwarte ich den nächsten 5stelligen Jubiläumszugriff. Schön!
Vielleicht mal wieder ne neue Seitengestaltung?
Vorher wäre da meine Homepage überfällig!
Und außerdem muss ich noch viele Mails beantworten. 2 Tage
zickte mein Compi und stürzte ununterbrochen ab, erst gestern Abend hatte ich
das wieder im Griff.
Und schon nach zwei Tagen bleibt da Einiges liegen…
Und jetzt ist es dermaßen heiß (nee – ich beklage mich
nicht! Ich will Sommer, auch wenn ich momentan n paar gesundheitliche
Problemchen habe…), da arbeite ich erst abends so richtig. Oder setze mich mit
meiner Frau in den Garten.
Als Erwerbsminderungsrentner muss ich ja auch nicht immer
arbeiten…
We will see…
Obama in Bärlin geht mir am Arsch vorbei.
Es gibt wenige Menschen, die mich so enttäuscht haben, wie
der Grinsepräsi, der für Guantanamo, Drohneneinsätze, Folter, weltweite Internetbespitzelung
und nicht eingelöste Versprechen steht.
Was in Brasilien und in der Türkei (und in Griechenland,
Spanien, Italien…) passiert geht mir nicht am Arsch vorbei!
Hey! Mein kleiner Kräutergarten ist fertig und steht auf der
Fensterbank.
Sieht schön aus. Und riecht gut!
Sieht schön aus. Und riecht gut!
Sommerpause beim Fußball. Außer in Brasilien.
Und Duisburg ist einfach mal so eben mit Arschtritt aus dem Profigeschäft befördert worden. Ich erinnere mich, wie es vor Jahren bei Doofmund und Scheiße 04 ausgesehen hat.
Und Duisburg ist einfach mal so eben mit Arschtritt aus dem Profigeschäft befördert worden. Ich erinnere mich, wie es vor Jahren bei Doofmund und Scheiße 04 ausgesehen hat.
Wird da mit zweierlei Maß gemessen?
Und der VfL Bochum verliert einen Jugendspieler an den
ungeliebten Nachbar…
Okay. Langsam kühlt es sich ab. Ein wunderschöner Abend, die
Gewitter scheinen erst morgen zu kommen. Oder wieder in der Nacht. Und dann
raubt uns unsere Hündin Maya wieder den Schlaf, weil sie aus Angst durchdreht.
Nicht nur Maya, auch Claudia.
Ich persönlich liebe Gewitter. Außer, wenn meine Frauen mir
den Schlaf oder den Genuss dabei rauben.
Gleich erst mal ne Runde spazieren gehen…
Denkt an mich, ich denke an Euch!
Samstag, 15. Juni 2013
Arnhem, Internetveröffentlichungen, ganz viel Bier, Revolte und sonstiges:
Manchmal muss so
was sein. Und im Schnitt spätestens alle vierzehn Tage schenke ich meiner Frau
einen dieser Tage.
Wir fahren dann
einfach mal raus und machen einen Ausflug.
Und sind woanders
und vor allem weg vom Alltag und dem ganzen Kram.
Und haben einen Tag
nur für uns.
Ich persönlich wäre ja schon mit meinem Schreibtisch und guter Musik zufriedenzustellen.
Ich persönlich wäre ja schon mit meinem Schreibtisch und guter Musik zufriedenzustellen.
Aber spätestens wenn wir unterwegs sind genieße ich es genauso
wie Claudia.
So ging es gestern
nach Arnhem. Erst in den Naturpark De Hoge Veluwe und dann in die
Fußgängerzone.
Arnhem, das war
früher der Kreisverkehr auf dem Weg zum Meer. Und die Coffee-Shops. Immer nur
auf der Durchreise nahm ich diese Stadt nie richtig wahr. Und nahm mir immer
mal vor, dort länger zu verweilen.
Diesmal machten wir
es.
De Hoge Veluwe ist
ein riesiger Naturschutzpark. Eigentlich unbezahlbar, aber durch meinen Behindertenausweis
für uns ein Schnäppchen.
Wunderschöner Wald,
schöne Wanderwege. Aber dafür muss man nicht unbedingt dahin fahren, auch wenn
es wirklich sehr schön und entspannend war.
Dann die
Innenstadt. Geschäfte (die zum Glück alle zu hatten) und massig Restaurants und
Cafés. Schön. Und schön rummelig.
Auch das braucht man nicht unbedingt, aber es kann auch nicht schaden.
Wir entdecken noch einen geöffneten Supermarkt und kaufen Vla (der
holländische schmeckt einfach besser!) und Sate-Sauce. Und einen Six-Pack
Leffe, aber da gehe ich erst später drauf ein…
Dann fahren wir zurück.
Und hatten einen tollen Tag.
Die Ausflugsziele sind bei der ganzen Sache nicht das Wichtigste.
Es geht um das Abschalten und Rauskommen.
Und dabei schöpfen wir Kraft.
Ich blogge liebend
gerne. Sonst würdet ihr ja auch dies hier nicht lesen.
Und ich stelle
meine Gedichte und meinen ganzen Kram in den Blog und mache auch auf Facebook
Werbung dafür und verlinke das.
Rodrigo, mein Verleger
vom Acheron-Verlag, mag das nicht so sehr und bat mich, mit meinem Kram für die
Rock’n’Roll-Notizen sparsamer mit meinem Veröffentlichungsdrang umzugehen.
Andreas, der
Herausgeber vom LaborBefund, macht auch am liebsten Sachen, die neu sind und
nirgendwo veröffentlicht wurden.
Beide warnen mich,
ich würde die „Umsonst-Mentalität“ fördern. Und die Leute würden denken, dass
sie eh alles für lau kriegen würden und auch deshalb nicht mehr bereit wären,
für meine Lyrik (oder Lyrik allgemein) zu zahlen.
Haben die Beiden
(und viele anderen Mahner) Recht?
Jein.
Es mag Leute geben,
die sich nur noch per Internet mit Literatur eindecken. Aber es gibt genauso
viele Menschen, die das Internet nutzen, um sich anfixen zu lassen. Und die
Sachen, die ihnen besonders gefallen dann in Buchform zu kaufen.
Ich sehe das
ähnlich, wie die Musik-Laderei: wenn etwas gefällt, dann wird oft auch die CD
gekauft. Die mp3s hört man, um sich ein Bild zu machen.
Natürlich besteht
da die Gefahr, dass man sich übersättigt. Aber es besteht auch die Chance, dass
man neue Perlen für sich entdeckt.
Ich bin nicht in
der Lage andauernd Lesungen zu machen. Gerade in der ersten Phase nach meiner
Krebs-OP war die Kommunikation übers Netz überlebenswichtig für mich.
Ich mag das Netz,
mag es, wenn ich Reaktionen über meinen Kram bekomme. Mag es, zeitnah neuen
Kram der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und ich mag es, meine Gedanken
ziemlich direkt zu veröffentlichen. Ohne Korrektur, ohne Überarbeitung.
Das birgt auch Risiken, ist mir aber in dem Moment egal.
Das birgt auch Risiken, ist mir aber in dem Moment egal.
Ich mag auch meine
Bücher.
Die Texte darin
sind (wenn auch, ich gestehe, oft ungenügend) überarbeitet und für die
schriftliche Papierform fertig. Und sie sind in Büchern ganz anders als im Netz
zusammengestellt. Sie sind ihr Geld wert.
Und sie werden
gekauft. Auch wegen meiner Internetpräsenz und meinen Blog, über den ich
Werbung mache (wie erwähnt: ich kann nicht andauernd Lesungen machen).
So werde ich weiter
zweigleisig fahren, auch wenn ich Rodrigo versprochen habe, mich bei den Rock’n’Roll-Notizen
zurückzuhalten…
Schwieriges Thema.
Ich bin da selber nicht hundertprozentig im Reinen mit mir.
Was meint ihr dazu?
Zum Durchatmen
jetzt ein einfaches Thema: Bier.
Meine Favoriten:
1.
Leffe
Blond
2.
Veltins
Pils
3.
Stauder
Premium Pils
4.
Fiege
Pils
Diese Liste ist
spontan und ein momentanes Bild. Kann sich jederzeit wieder ändern. Ehrlich
gesagt ist das auch nicht nur eine Geschmacksfrage (meine Geschmacksnerven sind
bekanntlich ziemlich im Arsch), sondern ne Kombination aus Feeling, Erinnerung,
Flaschenform und allem Möglichen.
Leffe:
Das schmeckt nach
St. Marie de la Mer.
Und wir saßen in
einer Straßenkneipe und knallten uns damit voll und zahlten danach mehr als wir
uns leisten konnten. Französisches Bier war Plörre, Leffe schmeckte und
knallte. Wir hätten allerdings vor unserem Suff mal auf die Karte und die Preise
gucken sollen…
Belgier können
Pommes. Belgier können Kinderficken (Au – Böse!). Und Belgier können n
irgendwie eigen- und einzigartiges Bier. Und Leffe ist da wohl das Bekannteste.
Leffe schmeckt nach
Il de Re. Und nach meiner Hochzeitsreise mit Claudia. Und nach dem ersten Bier
nach 15 Jahren Abstinenz – genossen wegen Nostalgiefeeling.
In Dland kriegt man
das ja selten und wenn, dann
schweineteuer. Gestern in Arnhem konnte ich nicht widerstehen: ein Six-Pack war
finanzierbar.
Während ich es
jetzt gerade trinke sehne ich mich nach einem Veltins oder Stauder. Das
Nostalgiefeeling funktioniert nicht immer…
Veltins:
Meine 20er. Ich war
der Mann, der immer eine Kiste Veltins zu Hause hatte. Da war fast immer
Verlass drauf. Ich mochte und ich mag dieses Bier. Und ich liebte die
großbauchigen Flaschen, die dem Bier zusätzlich etwas Besonderes verliehen.
Die bauchigen
Flaschen hat Veltins nicht mehr (doch, es gibt sie wieder, aber dann wird es
teurer und es gibt das Problem, dass die Pfandflaschen nicht überall angenommen
werden…), schmecken tut es immer noch.
Schade nur, dass dieses Bier mit Scheiße 04 in Verbindung steht. Das trübt den Genuss doch um einiges…
Schade nur, dass dieses Bier mit Scheiße 04 in Verbindung steht. Das trübt den Genuss doch um einiges…
Stauder:
Ich bin jetzt
Essener. Und Stauder ist Essener Pils.
Die Flaschen sind
scheiße. Unpersönlich und völlig blöd mit einem Überzug aus Silberpapier. Das
macht den Genuss direkt aus der Flasche etwas schwerer (und ich liebe es
mittlerweile wieder aus der Flasche zu trinken!).
Stauder ist
gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man sich dran gewöhnt, dann schmeckt es einfach.
Und es macht keinen dicken Kopf. Und bei jeder Flasche Stauder denke ich an
meinen Beinahe-Nachbarn Urs Böke und meinen überaus geschätzten Kollegen Ron
Hard, der dieses Pils lieben gelernt hat. Also Stauder.
Selbst in Essen oft ausverkauft und außerhalb Essens kaum zu bekommen.
Selbst in Essen oft ausverkauft und außerhalb Essens kaum zu bekommen.
Fiege:
Ich war – und werde
es irgendwie immer sein – Bochumer.
Und ich liebe diese
Flaschen mit Bügelverschluss. Liebe das Plöpp beim Öffnen der Flasche (okay,
hätte ich auch bei Flensburger, aber das war dann doch eher eine
Modeerscheinung).
Fiege war mein
Favorit während meiner Alkoholabstinenz.
Ich lasse diesen Satz jetzt mal so stehen: Interpretationsfähig.
Ich lasse diesen Satz jetzt mal so stehen: Interpretationsfähig.
Bier.
Lecker.
Tom Robbins hat ein Buch darüber geschrieben: „B wie Bier“. Nicht sein bestes Buch (das ist nach wie vor „Buntspecht“) aber sehr spaßig zu lesen.
Tom Robbins hat ein Buch darüber geschrieben: „B wie Bier“. Nicht sein bestes Buch (das ist nach wie vor „Buntspecht“) aber sehr spaßig zu lesen.
Mittlerweile
schmeckt es wieder und macht Spaß.
Und Claudia macht sich Sorgen und passt auf mich auf und auch da hat sie Recht.
Und Claudia macht sich Sorgen und passt auf mich auf und auch da hat sie Recht.
Nicht umsonst habe
ich 15 Jahre die Finger ganz davon gelassen…
Ansonsten höre ich
gerade „The Piano has been drinking“ und schwebe. Bei Leffe und Veltins.
Und Drum – ich habe
es nicht geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber ich bleibe dran (und nerve
weiter mit diesem Thema).
Krautrock? Muss ich
in meinem Buch ja auch erwähnen. Habe ich wenig Ahnung von. Jane waren immer
nur peinlich. Can immer genial. Und dann alles, was dazwischen steht, zum
Beispiel Grobschnitt. An Novalis erinnere ich mich gerade. Die mochte ich
damals und habe eben reingehört und nur mit dem Kopf geschüttelt. Hat jemand Tipps für mich?
Der Fährmann vom
Acheron-Verlag hat mir einen IC-Recorder zugeschickt. Ich soll Audio-Material
für eine Radio-Sendung und eine CD liefern. Göttin!
Ein harter Job!
Urs Böke, seine
(darf ich das noch so formulieren?) Nadine und meine Claudia (ebenfalls) – dazu
eine Kiste Stauder und ne Flasche Sekt werden dabei behilflich sein.
ICH BIN UNSCHULDIG! Aber das bin ich ja immer…
ICH BIN UNSCHULDIG! Aber das bin ich ja immer…
Revolution und
Revolte liegen in der Luft (weltweit – noch nicht in Dland) und ich habe
Hoffnungen.
Schließlich ist Sommerpause beim Fußball.
Und ich scheiße schon jetzt auf die Wahlen, die eh nichts ändern werden.
Sonst wären sie ja auch verboten.
Schließlich ist Sommerpause beim Fußball.
Und ich scheiße schon jetzt auf die Wahlen, die eh nichts ändern werden.
Sonst wären sie ja auch verboten.
Die Maulhure macht
auch Pause:
Es gibt so viele
gute Magazine und Anthologien, da ist ein weiteres Ding momentan nicht nötig.
Don’t panic: Pause heißt ja nicht, dass das Ding vorbei ist. Wir melden uns irgendwann irgendwie wieder. Und dann mit einem Highlight. Versprochen!
Bis dahin genießt den LaborBefund, den Superbastard und freut euch auf die kommende Bukowski-Anthologie vom Acheron Verlag!
Don’t panic: Pause heißt ja nicht, dass das Ding vorbei ist. Wir melden uns irgendwann irgendwie wieder. Und dann mit einem Highlight. Versprochen!
Bis dahin genießt den LaborBefund, den Superbastard und freut euch auf die kommende Bukowski-Anthologie vom Acheron Verlag!
Und gerade erfahre
ich aktuell, dass die türkische Polizei wieder brutal zuschlägt.
Und den Taksim Park
räumt.
Erdogan ist ein
Arschloch.
Glaubt nicht den
Mächtigen! Und selbst wenn sie euch jetzt scheinbar besiegen – euer Lachen,
eure Freude und eure Liebe werden auf Dauer siegen!
(Ist das zu pathetisch? Ich meine es so!)
(Ist das zu pathetisch? Ich meine es so!)
Passt auf euch auf!
Ich habe euch lieb –
fast alle!
Donnerstag, 13. Juni 2013
Zur politischen Lage:
Auch Schlagstöcke
können Hoffnung transportieren
Nee
Sie erschrecken mich nicht
mit ihrem Pfefferspray und ihren Wasserwerfern
Eher im Gegenteil
Ich sehe plötzlich Hoffnung
In Ungarn wird faschistische Ideologie staatlich
manifestiert
In Russland herrscht Unfreiheit, Homophobie
und jegliche Form der Prostitution
In der Türkei lässt Erdogan ohne Ende prügeln
Ich muss nicht erst bis Syrien gucken
Und Obama in Amerika
ist eh demaskiert
Forget the NObelpreisGutMensch!
Griechenland, Spanien, Portugal, Italien:
Wirtschaftsdiktate
und soziale Gräueltaten
ohne Ende
Hier in Dland
wo ich geboren bin
ist es ruhig – noch
und auch nur relativ
Mollath – da fällt mir Nordkorea ein
Lothar König – ganz klar russische Justiz
Repression gibt es überall – auch hier
und ohne das Hochwasser würde auch der Letzte kapieren
dass in Frankfurt
der Staat die Demokratie beerdigt hat
Repression
Sie rüsten auf
Weltweit
und trotzdem – oder deshalb –
habe ich plötzlich Zuversicht
Neue Wasserwerfer, Pfefferspray, Gasgranaten,
Gummigeschosse:
Sie haben Angst
Und die europäische Zusammenarbeit der Knüppelei
und die Neuordnung der Katastropheneinsatzpläne
und Bundeswehr im Inneren und
all der Scheiß:
Denen geht der Arsch auf Grundeis
Selbst wenn sie die Presse gleichschalten
gibt es jetzt soziale Netzwerke
und all die Lügen und
all der Scheiß
wird aufgedeckt
und egal ob der oder die mal gewählt wurden
wollen die Menschen plötzlich
Spaß, Respekt und Freiheit
und lassen sich nicht mehr verarschen
Und ich fiebere mit ihnen
und leide
bei jedem Pfeffersprayschuß
und habe trotzdem
Hoffnung
Ich glaube nicht
das in Istanbul irgendwas konkretes erreicht wird
- Erinnert euch: es fing mit nem Streit um nen kleinen
Grünflecken an –
aber der Virus der Revolte
und der Geschmack von Freiheit und Toleranz
können ansteckend sein
Die Faszination der Rebellion
hat die Welt erfasst
und wird nicht so schnell verdrängt werden
Es wird weh tun
aber plötzlich habe ich doch noch Hoffnung
das sich während meiner Lebenszeit was Positives entwickelt
Und die hatte ich lange nicht
Anarchie ist machbar
wenn auch nicht Heute oder Morgen
dann vielleicht Übermorgen
Danke an die Menschen in der Türkei!
Was wären wir ohne sie?
Dichterfrauen
Dies hier ist
für Claudia, für Alex, für Nadine
und für Ewa und Uli und Iris
und alle diese wunderbaren Frauen
der Schreiberlinge
Starke Frauen allesamt
sonst würden sie es mit dem Dichterpack nicht aushalten
Schöne Frauen mit Persönlichkeit
Unter der Oberklasse würde bei uns Schreiberlingen eh nichts
laufen
Beneidenswerte Frauen
weil sie sind
wie sie sind
Bedauernswerte Frauen
weil ihre Männer Schreiberlinge sind
Wir Männer
sitzen an unseren Schreibtischen
sind dann
unnahbar
und ganz woanders
Oder wir fahren zu Lesungen
schreiben mit KollegInnen oder Fans
und unsere Frauen
sind außen vor
Und haben gar keine Chance
uns ganz und gar zu verstehen
Unsere Frauen akzeptieren all das
und leben mit unseren Krankheiten und Süchten
(und welcher Schreiber ist nicht krank und/oder süchtig?)
und geben uns
Kraft und Wärme ohne Ende
Dies hier ist für Linda
und für Cornelia
und für alle anderen Dichterfrauen
Es wird einfach Zeit
den Hut vor Euch zu ziehen
Zumindest ich
wäre ohne meine Claudia nicht da
wo ich jetzt bin
Wird einfach mal Zeit für ein ganz dickes und ehrliches
DANKE!!!
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