Mittwoch, 5. Oktober 2016

Die alten Männer machen was



Alte Männer sind manchmal wie alter Wein.
Sie werden besser. Und bleiben beständig auf einem hohen Level.
Leonard Cohen ist so einer.
Mann, ich freue mich auf sein neues Album!



Van Morrison hingegen ruht sich aus. Bringt ein professionell produziertes Album, bei dem er sich im besten Fall kopiert und plätschert.



Udo Lindenberg hat immer noch Power und Qualität. Und kostet das aus, indem er seine Tour fortsetzt. Was völlig okay ist, auch wenn sein neues Album nicht ganz an „Stark wie zwei“ rankam.



Bob Dylan? Ja immer für Überraschungen gut. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinn. Seine letzten Platten waren keine Meisterwerke, aber bei jedem neuen Dylan-Werk könnte auch ein solches rausspringen.



The Who, Eric Clapton, Mc Cartney, Alice Cooper: Leben von ihren früheren Geniestreichen.



Und dann die Stones.

Während ich tippe habe ich „A Bigger Bang“ aufgelegt. Ihr letztes Album, mittlerweile auch schon zehn Jahre alt.

Und ein gutes Stones Album (ja, ich weiß: es gab genug schlechte…).

Die Stones begleiten mich seit vierzig Jahren.

Und ich hatte sie zwischenzeitlich über alle Maßen verehrt.
Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass sie eine Zeitlang mein Leben bestimmten.

Das letzte Soloalbum von Keith Richards feierte ich über alle Maßen, objektiv (geht das bei Musik?) betrachtet war es vielleicht nicht so ein Meisterwerk, aber es macht mir immer noch Spaß.

Der Auftritt der Stones in Kuba wurde mir allerdings zu sehr gehypt.

Live brauche ich diesen Zirkus nicht mehr, es sei denn, sie treten irgendwann in zehn Jahren in kleinen Klubs auf.



Und morgen wird irgendwas passieren.

Ein neues Album, vielleicht nur eine Single, vielleicht auch nur Infos, wann was kommt. Die Gerüchteküche kocht.
Keine Ahnung.

Aber es lässt mich nicht kalt.

Und plötzlich spüre ich das Stones-Fieber wieder.

Obwohl die noch gar nix geliefert haben. Und die Gefahr groß ist, dass sie mich enttäuschen werden.



Aber irgendwie ist das wahre Liebe.

Und ich werde euch auf dem Laufenden halten…


N bisschen Fingerlaberei



Inwendig warm.
Wenn das Kontrastmittel durch die Venen fließt friere ich selten:
Ich musste heute mal wieder zum Schädel-CT & by the way die Lunge röntgen lassen.
No problem: Ich bin dermaßen verstrahlt, da macht mir das nix mehr aus.
Vielleicht kann ich dann ab morgen auch wieder für ein halbes Jahr durchatmen, zumindest, was den Krebs angeht.

Bei meinem Knochenaufbau bin ich ja wie erwähnt gescheitert.
Aber mir werden Implantate in den maroden Unterkiefer gesetzt und ich warte „nur“ noch, bis die Kasse grünes Licht gibt. Was bei einem Krebsgeschädigten mit nem Gutachten vom Chefarzt wahrscheinlich kein Problem ist.
2017 wird mein Jahr der erneuten Zahnung. Sag ich mal.
Nur die Warterei: Mann! Ich bin genervt!

Der Ruhrpott (meine Tour führte mich heute über Herne nach Bochum-Langendreer & Castrop-Rauxel (nen Mutterbesuch nach dem KrankMachenden Haus schiebe ich wenn möglich immer ein)) nervte mich mal wieder. Massig Verkehr & Staus.
Sowas haben wir im Münsterland eher selten.
Dafür haben wir Landstraßen. Mit Treckern & senilen Autofahrern, die man dann natürlich möglichst überholt.
Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, sich richtig schön platt zu fahren, ist hier im Münsterland größer…
No risk – no fun!
Ich liebe das!

Soviel dazu.
Ich bin platt & labere einfach n bisschen mit meinen Fingern & euch voll.



Ich habe einen neuen Ohrwurm. Den ich richtig toll finde.
Ich gestehe, Robbie Williams hat mich mal wieder gepackt.
„Party like a russian“ finde ich richtig gut. Und in meinem Ohr läuft das verdammt oft.
Nach gefühlten Dekaden hat der kleine große Entertainer mich mal wieder gepackt.
Aber ich bin mir ziemlich sicher, mit der Platte wird er mich dann eher wieder langweilen…

Damit bin ich bei Musik.

Zwei Tage vor der Veröffentlichung darf ich „Revolution Radio“ von Green Day hören. Läuft gerade.
Und ich glaube, die ist richtig geil!
„Dookie“ & „American Idiot“ haben ja eine verdammt hohe Meßlatte geschaffen, „21th Century…“ war noch geil. Aber „Uno“, „Duos“ & „Tres“ plätscherten nur & ich hatte Green Day für mich schon beinahe abgelegt.
Jetzt scheint aber wieder ne geile Scheibe entstanden zu sein. Das erste Hören lässt mich die Ohren spitzen. Ich werde die gleich nochmal hören. & lautdrehen!

Ab Oktober erscheint ja immer wahnsinnig viel. Ich komme kaum mit.
Deshalb in Kurzform:

- Bon Iver: Nee. Nicht meins. Ich weiß, wird überall hochgelobt aber kommt bei mir einfach nicht an…
- Bob Weir: Nee. Grateful Dead sind Geschichte, Bob sollte sich zur Ruhe setzen…
- Billy Bragg & Joe Henry: Eisenbahnlieder. On the road aufgenommen. Klasse!
- Yello: Ich glaub, die ist gut. Ich bin bloß im Moment nicht in der Stimmung für diese Musik.
- Pixies: Jau. Die sind wieder da!
- Against Me!: Jau. Die auch.
- Heinz Rudolf Kunze: Fuck! Was ein Dreck! Ich verstehe immer weniger, wie ich diesen ekligen Oberlehrer mal mögen konnte.
- Conor Oberst: Kommt nächste Woche. N Internetstream macht mich neugierig, aber ich bin bei Conor ja eh eher unkritisch.
- Van Morrison: Plätschert. Kopiert sich. Kommt an seine Meisterwerke nicht ran.

- Moddi: Genial!
Die „Unsongs“ werden es auf jeden Fall in die Liste meiner Platten des Jahres schaffen. Ich liebe ihn!

- Stoppok: Wirklich ein super Album.
Genug davon…



Nix mehr zum Tag der dtschen Einheit.
Nix über Politik & Kriege.
Ich hör mir jetzt nochmal die Green Day an (LAUT!) & entspanne einfach.

Immerhin habe ich den diesjährigen Ärzte- & KrankMachendesHaus-Scheiß bis auf einen Termin hinter mir.
So hoffe ich.

& es sind ja nur noch drei Monate bis zum nächsten Jahr.
& natürlich wird das nächste Jahr besser als dieses!

Muss ja!

Montag, 3. Oktober 2016

Zum Tag der dtschen Einheit





Am liebsten vereinige ich mich
mit dir
immer wieder
&
Das
ist ein Fest!

Auch mit euch
vereinige ich mich gerne
um zu feiern & kämpfen &
leben
zum Beispiel

Ich mag es
wenn Mauern fallen
sich Grenzen öffnen
Ich wuchs in der Zeit des Kalten Krieges auf
man wünschte mich „nach Drüben“
weil ich keine Armeen & Nationalisten mochte
Aber „Drüben“
hätte ich es mit Sicherheit schwer gehabt
Anyway
Ich war ergriffen
als die Mauer fiel
aber ich war auch entsetzt
über Deutschland
Manches an diesem Land liebe ich
(es muss ja nicht Deutsch sein)
Manches macht mir Angst
& vieles
ist mir einfach scheißegal

Am liebsten aber
vereinige ich mich
mit dir
immer wieder

Sonntag, 2. Oktober 2016

Sarah hat es verkackt, Polen auch, Ungarn nicht...



Es gibt Sachen, die macht man einfach nicht.
Zum Beispiel rechtradikalem Gedankengut eine Plattform zur Veröffentlichung bieten. Sich mit Aushängeschildern von Menschenfeinden gemein tun.
Schon gar nicht, wenn man sich als eine „Linke“ bezeichnet.
Und dann noch Gemeinsamkeiten finden: Das ist nicht nur peinlich, das ist ekelhaft!
Es gab mal Zeiten, da habe ich viel von Sarah Wagenknecht gehalten.
Jetzt schüttele ich nur noch angewidert meinen Kopf.
Ein gemeinsames Interview mit der Menschenfeindin Petry ist vielleicht medienwirksam. Vielleicht hofft ja auch Wagenknecht, Stimmen von den AfD-Wählern zu ziehen.
Aber das ist pure Wahltaktik.
Und  „linke“ Politik sollte sich meines Erachtens gerade dadurch auszeichnen, sowas nicht zu tun.
Sorry, Frau Wagenknecht, sie sind die Enttäuschung des Jahres für mich. Rein menschlich, aber das werden Sie wahrscheinlich nicht verstehen…



Ach Polen!
Zurück zu den Engelmachern, zu den Suiziden und den toten Frauen durch schlampige und illegale Abtreibungen?
Ora et labora und Frauen haben die Schnauze zu halten und Vergewaltigungen sind Erfindungen von Feministen?
Überhaupt gehört die Frau an den Herd, der Ausländer nicht nach Polen und irgendwann wird die wöchentliche Beichte zur Pflichtaufgabe?
Ach Polen…



Hey Ungarn!
Danke, dass ihr das Referendum gegen die Flüchtlinge nicht unterstützt habt!
Wird zwar nix nutzen, da Orban das auch ohne Referendum durchdrücken wird, aber ich habe den Glauben an euren Verstand noch nicht ganz verloren!



Meine geliebte Frau guckt eine Dating-Show auf rtl, wo die Menschen nackt auf irgendner Insel sind (beim rumzappen hängengeblieben).
Muss ich mir Sorgen machen?
Nee.
Das ist dermaßen platt und peinlich, mir reichte eine Minute.
Aber meine geliebte Frau bleibt ja auch bei „Shopping Queen“ hängen.
Ich gucke ja nur noch gezielt Fußball. Und während meiner Mittagsschlafzeit „Sturm der Liebe“.
Ansonsten kann mich die Glotze mal.



Morgen (gleich) ist Tag der deutschen Einheit.
Ich hatte meinen Tag der Einheit gestern. Und mein Hochzeitstag ist mir wesentlich wichtiger: Ein Tag der Liebe. Ein Tag des Versprechens der ewigen Liebe. Ein Grund zu feiern.
Offiziell wird morgen in Dresden gefeiert. Und Pegida marschiert auch.
Und massig Polizei und wahnsinnige Sicherheitsvorkehrungen.
Gibt es morgen was zu feiern?
Und wie wird gefeiert?
Meine Freude hält sich in Grenzen…



Ansonsten ist Herbst. Pilzzeit. Schön (aber ich sammele lieber nix, da ich mich zu wenig auskenne…).


Ich verabschiede mich mit den Worten meiner Schwiegermutter:
„Ein Hund ist ja auch nur ein Mensch!“

In diesem Sinne

Gute Nacht!