Freitag, 20. Februar 2015

Titties n beer



Noch brauche ich morgens einen Wecker, aber ich gewöhne mich langsam an die Zeit (8.20 Uhr ist ja auch sehr komfortabel!) & trinke 2 Kaffee & rauche 2 Zigaretten & begebe mich dann nach draußen.

Zum Beispiel heute: Nieselregen aber der ist mir völlig egal, weil Aron entschädigt mich mit seiner Freude am Spaziergang & nach 200 Metern mache ich ihn von der Leine los & er rennt über die Felder & blickt sich um & kommt zu mir zurück gerannt & das ist einfach schön. Egal, was für ein Wetter mich nervt.

Dann wird der Hund gesäubert & ordentlich gefrühstückt & Haushaltskram gemacht & dann kommt der Schreibtisch & erster Kram & dann kommt irgendwann Claudia von einer Arbeit & wieder einmal mit Hoffnung, endlich was akzeptables erwischt zu haben & dann kümmern wir uns um ihre Mutter & dann gehen wir beide mit Aron & das Leben ist schön.


Bücher über die ich schreiben will:


So könnte das neue Cover von „Ausgehöhlt“ aussehen:

Heute ist der Satz angekommen.
ich denke, dass ist okay so. Werde das Wochenende nochmal drüber gucken und dann soll das Ding nächste Woche in den Druck gehen.
Es geht voran!

Es ist so weit: Ich muss meine Plattensammlung sortieren.
Alphabetisch ist ja langweilig und spießig, ich werde aber wohl trotzdem darauf zurückgreifen und nur noch in Deutschsprachig und Englisch differenzieren. Alle anderen Sortierungsschemen sind mir zu umständlich und chaotisch.
Eine schöne Tagesaufgabe.

Die Adam Angst zeigt mir, in welche Richtung Deutsch-Rock/Punk gehen könnte. Ehrlich, nicht zu pathetisch und musikalisch ein Brett.
Auch die Donots präsentieren sich ab heute auf Deutsch.
Und so gefallen sie mir noch besser.

Rechtsstreit mit einer Ausbeutungsfirma. Ein relativ kleiner (aber für uns ist jeder Betrag existentiell) Betrag aber hier geht es ums Prinzip & wir wollen uns nur bedingt verarschen lassen. Weitere Bewerbungen & Probejobs & eigentlich wollen wir nur Ruhe. Rechnungen & anderer Scheiß.
Warum nervt mich das heute nicht?

Sobald ich am Schreibtisch sitze und tippe kommt Aron an und stuppst mit seiner Schnauze an meinen Arm. Will Aufmerksamkeit.
Das ist schön, aber nicht gerade produktiv für meine Schreiberei.

Ich habe die Satzkorrektur von „Ausgehöhlt“ vor mir, n Lektorat von einem Buch eines Freundes ist so weit fertig, aber noch nicht in den Compi getippt und neuer Kram sollte auch mal fertig werden.
Stattdessen Blog-Gelaber. Aber das ist auch mal nett.

Zum Abschluss n Themenwechsel.
Jetzt darf ich das, Claudia liest meinen Blog selten.
Momentaner Soundtrack Zappa. Mit Terry Bozzio als Teufel.
Zappa das Schlußzitat:

I’m only interested in two things
Titties n beer!


Montag, 16. Februar 2015

Rosenmontagsblues






Welcome to „Festo“ in Ottenstein
Nix mit „Helau“ und „Alaaf“
aber massig Kamelle & ein riesiger Karnevalsumzug
in unserem kleinen Dorf
aber
nicht für uns
Soweit sind wir dann doch noch nicht

Hier auf dem Dorf
hat Karneval etwas
seit Donnerstag ist Ausnahmezustand &
ich betrachte aus der Distanz
& entwickele sowas wie Sympathie &
gucke beinahe neidisch aus meinem Fenster auf den Zug
der an unserem Haus vorbeizieht

Aber
ich kann nur bedingt feiern
Mein Magen & meine Konstitution streiken &
die Weltlage & vieles am momentanen Leben
kotzen mich einfach an &
Dummheit & Bösartigkeit in Kombination
sind einfach nur ekelhaft – aber
dies nur am Rand bemerkt –
& Rechnungen, Bewerbungen, Verarschungen
am Rande des Prekariats:
Wir schieben den Blues am Rosenmontag

Okay
Wir therapieren den Blues
mit einem langen Spaziergang
& Aron bringt uns Sonnenschein
& die Sonne geht im Nebel auf den Feldern unter &
das ist schön
& danach ein leckeres Essen & Kuscheln im Bett
bevor ich mich wieder über meinen muckenden Compi ärgere
& auch darüber
meinen Kram nicht geregelt zu kriegen
& vielleicht ist das ja
die immer passende Metapher:
Systemabsturz
Wie immer:
Keine Ahnung

Musik packt mich nur bedingt
Die Waterboys mehr als das Pferd auf dem Flur
& die neue Dylan immer stärker & die hat keine Ende
auch wenn die Wurst zwei hat

Ich finde einfach meinen Rhythmus nicht
& der Hund tigert unruhig durch die Bude
als ob er wüsste
dass da was nicht stimmt
& draußen rufen sie „Festo“
Immerhin:
schöner
als „Alaaf“ oder „Helau“
aber trotzdem organisierter Frohsinn
der sich bei mir nicht einstellt

Anyway
Nochmal kurz in die Nacht
beim letzten Spaziergang mit dem wirklich tollen Hund
& danach relaxen
Frau & Hund & hoffentlich ich
bevor der Schlaf uns aus diesem Rosenmontag erlöst

Und
wir wieder einen Tag überlebt haben
Festo!






Mittwoch, 4. Februar 2015

Fußball (doofmund), Dylan, SchnickSchnackGIDA und ARON



Ich fang mal mit Fußball an.
Das ist so schön unverfänglich (und irgendwie auch nichtssagend…).
Natürlich wird Bayern München Meister. Die Frage ist nur, ab wann das in trockenen Tüchern ist.
Schalke wird wahrscheinlich mit Grottenspielen oben mitspielen, Bayer Leverkusen und VW Wolfsburg auch. Egal.
Spannender ist es, ob die Doofmunder auch Abstiegskampf können.
Insgeheim träume ich ja von einer Relegation Doofmund gegen Bochum.
Aber so ganz wahrscheinlich ist das nicht, dafür hat Bochum schon zu viele Punkte liegengelassen. Und dafür ist Doofmund auch eigentlich zu stark.
Aber ein Champions League Sieger als Absteiger hätte definitiv Sensationscharakter.
Soviel dazu…



Dylan singt.
Bob Dylan singt Frank Sinatra und er singt wirklich! Sogar ziemlich gut.
Und das ist das überraschendste an der neuen Bob Dylan Platte.
Die Songs von Sinatra werden musikalisch angenehm reduziert und Mr. Zimmerman trifft den Ton, sehr atmosphärisch, ziemlich schön.
Ich mag das, wenn auch dieses Album wohl nicht in meine Best of Dylan einsteigen wird…



Vinylnostalgietrip.
Rio Reiser, Wolf Maahn, J.J. Cale, Bob Dylan (Desire – beste Album für mich), Ideal, Waterboys, Kate Bush, Billy Idol, Alice Cooper, …
Ich werde wieder jung.
Ach!



Ein dicker fetter Mond am Himmel über Ottenstein.
Aber heute Abend geht mal Claudia mit Aron (Erklärung folgt…). Ich nehme mir eine Schreib-Auszeit.
Und muss auch noch ein wunderbares Werk eines befreundeten Dichters  lektorieren (mehr verrate ich nicht), möchte zwei/drei Bücher rezensieren und habe eine lange Liste an Korrekturvorschlägen für „Ausgehöhlt“, die ich aber erst morgen abarbeite.

Im Hintergrund läuft Doofmund gegen Augsburg im Live-Stream. Doofmund wird in der Tabelle nicht weiter abrutschen, das ist sicher J.




Ach ja (Facebook-User und –Follower wissen schon Bescheid…).
Manchmal geht das dann plötzlich sehr schnell:
Wir haben Familienzuwachs!

Unser dicker großer Bär heißt Aron und ist ein vierjähriger Schäferhund-Mix.

9 Monate nach Mayas Abschied und 5 Monate nach unserem Scheitern mit der Malinois-Hündin Leila (und das tut immer noch weh!) wurde unsere Sehnsucht nach einem Hund immer größer. Und wir fühlten uns bereit. Im Internet sah ich dann ein Foto vom Tierheim Ahaus und letzte Woche guckten wir und jetzt ist Aron bei uns.
Und wir sind glücklich.

Aron ist ein wohlerzogener Familienhund. Mit Bewegungsdrang und einem total einnehmenden Wesen.
Anderen Tieren (als da wären Pferde, Ziegen, Kaninchen, andere Hunde und Schafe) gegenüber ist er aufgeschlossen, aber nicht aufdringlich und scheinbar ohne Jagdtrieb.
Bei Menschen ist es ähnlich und uns hat er schon ins Herz geschlossen.
Wir ihn natürlich auch!




Ich habe jetzt n Muskelkater und bin KO, schließlich bin ich die Hundegänge nicht mehr gewöhnt. Und das Wetter ist nicht ideal, um jeden Tag drei Stunden mit dem Hund zu laufen.
Aber es macht dermaßen Spaß!
Keine Ahnung, wie ich es ohne Hund ausgehalten habe…

Natürlich habe ich noch eine gewisse Grundsorge und Skepsis. So problemlos und ohne Macken kann das eigentlich nicht abgehen und wir haben andere Sachen mit unseren bisherigen Hund(en) erlebt.
Aber momentan genieße ich.
Und entspanne zusehend. Auch in anderen Bereichen.





SchnickSchnackGIDA scheint sich erledigt zu haben. Gut so.
Auch wenn der Faschismus/Rassismus/Sexismus damit noch lange nicht aus den Hirnen und schon gar nicht aus den deutschen Hirnen verschwunden ist.

Viele Menschen sind nicht menschlich.
Und Nationalisten oder Religioten sind engstirnig.
Und sehen sich und nicht die anderen.
Und fordern dann mal die Todesstrafe und mal den Ausländerstopp und beim nächsten Mal den totalen Polizeistaat.
(Deshalb bin ich übrigens gegen Volksentscheide als Allheilmittel)

Die Kacke in der Welt ist am Dampfen dran.
Nicht nur in Dland.
Und ob die griechische Hoffnung wirklich den Weg in eine bessere Zukunft bringt bleibt abzuwarten.
Ich habe Angst.

Aber wenigstens bleibt mir wohl der GIDA-Schwachsinn demnächst erspart.




Claudia hat endlich einen anderen Job gefunden.
Tschüss Reinigungsfirmen-Verarsche! Die haben zwar einen Tarifvertrag und liegen über dem Mindestlohn, setzen ihre Projekte aber zeitlich so eng, dass es unmöglich zu schaffen ist und Überstunden Pflicht sind. Und Ausbeutung ist da Standard.
Jetzt arbeitet sie in einer Senioren-WG (die wahrscheinlich deshalb nicht Pflegeheim heißt, um den MDK außen zu lassen). Da gibt es auch was zu meckern, aber erstmal sind wir zuversichtlich.


Ende des Live-Streams:
Doofmund spielt grottenschlecht und verkackt.
So schaffen sie nicht mal die Relegation.
Okay: Bochum ja wahrscheinlich auch nicht.
Neue Hoffnung:
BvB Doofmund -VfL Bochum nächste Saison als Spitzenspiel in der zweiten Liga.




Damit Gute Nacht…


Montag, 26. Januar 2015

Warten auf Schnee ... und all das



Montagnachmittag bis Montagabend.
Regenwetter – ein guter Tag zum Schreiben.
Vielleicht auch ein guter Tag zu Sterben – aber nicht für mich.
Noch nicht.
Keine Panik & sehnsüchtiges Warten auf den Frühling & so.

The Waterboys. Was sonst. „Modern Blues“ begeistert mich und alleine das ist Grund genug, die wirklich geniale „Fisherman’s Blues“ mal wieder aus der Versenkung zu holen.
Okay: Aphrodite’s Child muss heute auch sein. Um diesen bärtigen Griechen zu huldigen, der später dann mit seinen Schlagern nervte. Demis Roussos verstarb am Wochenende…

Ich freue mich über das Griechische Wahlergebnis. Schon alleine weil es Merkel und die EU ärgert und in Panik versetzt.
Ich kenne mich mit der Griechischen Demokratie nicht besonders aus, aber dass dieses eine Absage gegen die Sparpolitik, die hauptsächlich die eh schon armen Menschen trifft, ist, erscheint mir deutlich.
Auch wenn mögliche Koalitionen mit angeblich Rechtspopulisten mich etwas skeptisch machen.
Erstmal freue ich mich.
Und habe Hoffnung für Griechenland.

Wir sind jetzt soweit. Und werden uns in naher Zukunft wieder mit einem Hund beschäftigen.
Es wird einfach Zeit, dass ich einen anderen Schuldigen für die Sabberflecken auf dem Boden und an meinen Schreibtisch finde J


Notizen von Freitag:

Warten auf Schnee (23.01.2015)





Warten auf Schnee

wie ein Kleinkind – ich gestehe &

stehe dazu



während der Bildschirm meines Compis verschmiert ist

von meiner Sabberei

die auch schon mal an den Bildschirm fliegt wenn ich husten muss

Das lässt sich wegputzen

& stört nur kurz



Die Abstürze

des Computers

sind da schlimmer

& häufen sich in letzter Zeit

& ein kaputter Compi wäre mein GAU

aber

Noch ist es nicht so weit

& da ich selber kaum noch abstürze

ist eigentlich alles in Ordnung



Warten auf Schnee

für morgen ist da was angesagt



Der Diktator ist tot

in Saudi-Arabien

Lang lebe der Diktator

- der neue Alte

in diesem Land

in dem ausgepeitscht & staatlich gemordet wird

im Namen der Religion

& die amerikanische Grinsekatze kondoliert als erster

& auch „unsere“ Regierung

im Namen der Rüstungsexporte & Wirtschaftsfreundschaft

& Frauenrechte sind unbekannt in diesem Land

& ich beneide sie nur um eine Sache:

Das Autofahrverbot für Frauen finde ich sinnvoll und sicher

- Nein, nicht wirklich – aber so ist mir wenigstens

ein dummer Kalauer geblieben

wo das Lachen sonst im Halse stecken bleibt



Ich mag Schnee

& bin gespannt

wie er in meiner neuen Heimat auf mich wirkt



& der Sänger von „Feine Sahne Fischfilet“

kann nicht wirklich singen & trotzdem &

vielleicht gerade deshalb liebe ich diese Band &

wechsle heute zwischen ihnen & den „Waterboys“ &

der neuen Björk-Produktion

& schwebe zu allen dreien & warte auf den Anstoß in Bochum

zum Test gegen die Bayern

die übrigens in Saudi-Arabien spielten

vor einem rein männlichem Publikum

- Frauen dürfen da nicht zu Fußballspielen -

& ihr Trainingslager in Katar abhielten &

ich finde das erwähnenswert & zum kotzen &

mag die Bayern eh nicht

Auch wenn sie uns heute Abend dringend benötigtes Geld bringen



Ich mag Schnee …



(Vier Männer im Schnee…)

Nachtrag:
Der Schnee war Samstagabend schon wieder weg. Und es regnete - keinen Schnee…
Aber immerhin hatten wir am Samstag einen wunderschönen Spaziergang.
Und der VfL Bochum hat natürlich ne Klatsche gekriegt, aber das war mir egal.
Selbst PEGIDA konnte mich am Sonntag nicht besonders nerven.
Und jetzt haben wir Montag und ich bin halbwegs gestärkt für den Wahnsinn, der mich diese Woche erwartet…

So. Drückt uns am Dienstag- und Freitagmorgen die Daumen.
Wir können es brauchen!
Drückt uns einfach immer die Daumen.
Mache ich für Euch ja auch …

Bis dann…