Mittwoch, 19. März 2014

Musiklaberei Mitte März: Muss mal wieder sein!





Ganz viel Jazz. Ich höre mich rein, bin aber noch nicht infiziert davon.
Danke, Ralf!

Und Ian Dury.
Gerade wieder entdeckt. Toll der Mann.
Und immer wieder „Hit me with your rhythm stick“. Eine wunderschöne Single mit dem tollen Stiff-Logo. Nochmal vielen Dank an Ralf!

Die Dropkick Murphys funktionieren beim Küchenputz sogar nüchtern! Muss am Frühling liegen…

Okay soweit.



Doch.
Die neue Laibach („Spectre“) ist klasse! Ich mag sie.
Nicht wirklich neu, außer, dass diese kontroverse Band noch nie zuvor so eindeutig in ihren Aussagen war.
Auch das mag ich.

Pascow haben mit „Diene der Party“ ein absolut geiles Punkstück hingelegt!
Leider war ich zu spät für die limitierte Auflage mit Buch, aber auch so ist die Platte einfach stark (wenn ich auch die weiße Pressung optisch nicht so toll finde…).

Und es gibt eine neue (HaHa!) Johnny Cash. Ich glaube, die Aufnahmen sind von 1994 oder so.
„She used to love me a lot“ lag ja schon als Single ner Musikzeitschrift bei. Ein klasse Lied. Und das beste auf dem ganzen Album.
Ich mag ansonsten mehr die ganz alten Sachen oder die von Rubin produzierten Alben, finde das neue Ding zu glatt. Cash-Fans werden es sich natürlich auf alle Fälle anschaffen…

Chuck Ragan bringt in zehn Tagen eine neue Platte raus. Und der Vorab-Stream begeistert mich. Teilweise Springsteen-Sound, aber erdiger und schmutziger. Und ich frage mich, ob wir wirklich Gaslight Anthem gebraucht haben…

Hochgelobt werden die Neuproduktionen von Neneh Cherry und Jack Bruce (Mann! Der wird 70 und das soll sein Alterswerk sein!).
Ich bin gespannt, konnte aber noch keine Vorab-Streams hören…


Ach ja:
Die Stones kommen für zwei Konzerte nach Dland.
In Düsseldorf kostet die billigste Karte mindestens 103,-€. Will man das Konzert genießen, wird man wohl noch n Fuffie drauflegen müssen.
Und der Vor-Vorverkauf läuft nur über Bild.de (irgendein Abo für bild.plus, was immer das ist…) und Karten gibt es wohl nur auf Kreditkarte.
Ich bin eindeutig zu arm für die Stones.
Und finde es gar nicht so schlimm: Was ich von den Konzerten im letzten Jahr im Netz gesehen habe, hat mich eher entsetzt. Keith scheint nicht mehr richtig zu können, die Background-Musiker übernehmen immer mehr die Musik und eigentlich ist nur noch die Auswahl und Reihenfolge der Stücke von Interesse.
Zum Glück habe ich die Stones schon viermal gesehen, n fünftes Mal wird wohl nicht passieren…

Und zum Tod von Micks Freundin und der abgesagten Australien-Konzerte äußere ich mich nicht. Auch ein Jagger hat Respekt verdient.


Schlusssatz für Insider:
Ich mag Kartoffeln! Bin da wirklich ein Fan!

Montag, 17. März 2014

Jazz, Marbach-Nachlese, Seifenblasen im Schädel



Eigentlich ist heute der Tag um „The Stooges“ zu hören (aber welcher Tag ist das nicht!). R.I.P. Scott Asheton, Du bist Deinem Bruder Ron gefolgt.
Und Iggy Pop and the Stooges sind nur noch Geschichte.

Trotzdem ist jetzt Jazz angesagt.
Ich höre „A love supreme“ von John Coltrane. Und dann Miles Davis. Und Duke Ellington. Charles Mingus, Dave Brubek und ganz viele andere Jazzer:
Ralf aus Marbach hat mir 8 Mix-CDs aufgenommen mit Jazz für Hermann, also Jazz für einen Anfänger.
Und ich mag es und tauche in die Musik ein und tippe dieses hier.
Über befreundete Dichter, Marbach, Ludwigsburg, ne Lesung und magische Tage.

Ich lehne mich erst mal zurück und genieße!
Dann zünde ich mir ne Zigarette an, trink nen Kaffee und höre Horace Silver. Und fang dann mal an, selber zu tippen…

Maya, unsere Hündin, ist krank. Also ging es heute erst mal zur Tierärztin.
Sie hat ne Rachenentzündung, zum Glück nur: Ich machte mir ja doch Sorgen, als ich sie nach Marbach mitnahm. Aber sie hat es überlebt. Ist halt etwas schlapp, das bin ich auch. Selbst Lucky, der quirlige Bullterrier von Jerk und Iris ist wahrscheinlich froh, dass er wieder alleine und ungestört in seinem Reich leben kann.
Generell glaube ich, die Hunde fanden das Wochenende auch toll. Nicht ganz so, wie wir Menschen, aber trotzdem.
Verstehen Hunde was von Lyrik und Magie der Poesie?

Anyway.

Ich habe in meinem Leben schon viele Lesungen erlebt.
Viele waren toll und man kann da nicht werten. Oft verspürte ich mit meinen KollegInnen und FreundInnen auf der Bühne eine tiefe Verbundenheit und dann kriegten wir das hin, was es so unschlagbar macht:
Die Magie der Poesie.
Die sowohl die vortragenden Schreiberlinge als auch die ZuhörerInnen fesselt und in ihren Bann zieht.
So war das am Samstag in Ludwigsburg.
Es war sogar noch besser.
Und euphorisiert mich immer noch.

Die Chemie zwischen Jerk Götterwind und mir stimmt fast immer. Dieser Bär von einem Dichter hat Herz und einen feinen Humor. Und wir passen auf Lesungen zusammen, können uns im Ping-Pong-Stil abwechseln, ergänzen und bereichern. Und verstehen uns.
Ganz davon zu schweigen, dass Jerk ein wirklich hervorragender Dichter und Mensch ist!
In Ludwigsburg haben wir es geschafft, unsere Chemie rüberzubringen.
Und die Menschen zu fesseln.
Und das war einfach unbeschreiblich geil.

So etwas kann natürlich nur klappen, wenn es auf beiden Seiten stimmt. Und die Litera-Freaks aus Ludwigsburg sind äußerst offen und bereit, die Magie der Poesie aufzunehmen.
Und nahmen uns herzlich und mit offenen Armen auf.

Und Nicole und Ralf waren wunderbare Gastgeber, die es uns sehr gemütlich und leicht machten.
Gespräche über Literatur, Filme und immer wieder Musik, die nicht enden wollten. Eigentlich auch nicht endeten, sondern nur zwangsweise unterbrochen wurden.
Morgens um 5.45 Uhr konnte ich nicht mehr.
Und am nächsten Mittag machte ich dann irgendwann schlapp.
Aber so unendliche Gespräche und Partys hatte ich auch seit zehn Jahren nicht geschafft.

Wann und wie auch immer, wir werden wiederkommen!
Da bin ich mir sicher.

Außerdem werden Jerk und ich am 25.05. in Darmstadt im Raum 5 lesen.
Und da freue ich mich schon tierisch drauf!



Ralf hat das Ganze so beschrieben:

„2. Tagebuch einer Lesung mit Hermann Borgerding und Jerk Götterwind:
Ankommen Samstag Nachmittag: Hermann, Jerk, Iris und die Hundis Maya und Lucky.
Die Gastgeber sind ganz kurz noch nervös. Dann nicht mehr.
Kaffee und Tee trinken.
Die Seelen finden sofort die richtigen Verbindungskabel und Adapter.
Hermann und Jerk sind da!
Gastgeschenk: 3 Schallplatten von Jerk!
Ab damit auf den Plattenspieler! Geil!!!!
Reden, reden, reden.
Wie lange dauert das Warmwerden? Länger als eine halbe Minute? Nein.
Eine nach der anderen qualmen.
Platten kucken. Gespräche unter Sammlern. Plattenliebe. Vinylfetischismus.
Um uns untersuchen die Hunde die Wohnung. Schaut Euch alles in Ruhe an. Kein Moment des Schweigens. Nö. Warum auch?
Logistik der Veranstaltung besprechen. Muss auch.
Irgendwann nach Ludwigsburg fahren. Kleine Stadtführung vom Auto aus.
Dann ins Torhaus.
Dann die Vorrede.
Dann der ganz große Knall: Eine Lesung von unglaublicher Wucht. Ein Wortgewitter. Die Poesie ganz oben auf den Wortgebirgen. Sie lesen ins Tal unserer Seelen. Sie berühren unsere Schatten. Sie verwirren unsere Schatten mit Licht. Sie wechseln sich mit ihren unglaublich guten und treffenden Texten ab. Es ist, als ob die Beiden seit dem Sandkasten gemeinsam auftreten. Sie kennen sich. Sie lieben sich. Wo Hermann endet, greift Jerk nach dem Faden. Und umgekehrt. Das ist literarischer Jazz. Kein Ton aus dem Publikum. Völlige Stille. Die Köpfe saugen an jedem Wort. Nehmen alles auf und mit. Irgendwohin. Ich sehe geschlossene Augen. Vielleicht schon Meditation. Hermann haut "Lasst die Freaks nach vorne" raus. Zieht uns wieder runter und holt uns wieder hoch. Wirklich zuhören. Nicht ablassen. Dann Rauchpause. Und dann nochmal dieses unglaubliche Team! 2 Stunden sind keine Zeit. Wirklich keine Zeit. Das ist ganz großes Kino! Rock'n'Roll, Punk. Lyrik verliert alle Klischees. Sie ist wahrer Kern der Literatur. Prosa die verletzliche Schale. Roman lediglich Verlängerung um der Worte willen.
Dann zurück zu uns.
Essen, Bier rein! Entspannung nach dem Sieg. Die Lesung hat kein Ende. Sie endet erstmal um 3/4 6 am Morgen. Und geht um 11 weiter. Gemeinsam Frühstücken. Wieder wieder reden über Musik, Literatur. Den Kampf mit den leeren Seiten, die Worte fressen wollen. Nach Text gieren. Woher all die Worte? Woher all die Gemeinsamkeiten? Die Fragen gehen nicht aus. Ich habe noch einige Fragen hier behalten, fürs nächste Mal. Ich habe seit Ewigkeiten keine Nacht mehr durchgequatscht. Dachte immer, ich sei zu alt dazu. Bin fertig, aber glücklich.

Dann der Moment des Abschieds. Ich bin sehr sehr traurig. Das Ganze hat mich auch an sonst sehr verschlossenen Stellen berührt. Winken. Ciao ihr Lieben. Ihr habt es geschafft, dass sich etwas geändert hat: Ich werte. Mache ich eigentlich nie. Doch jetzt mache ich es:
LEUTE, DAS WAR DIE BESTE UND SCHÖNSTE LESUNG MEINES LEBENS. Und zwei der schönsten Tage überhaupt. Ich danke Euch für die kleine Veränderung der Welt! Wir sehen uns demnächst wieder. Versprochen. Und versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!“

Und Jerk hat ein tolles Gedicht verfasst:

„Es gibt da diese Tage
(für die Marbach Connection)

Es gibt da diese Tage
Wenn die Panikstörung
Versucht den Körper
In den Griff zu bekommen
Und du trotzdem zugesagte
Termine durchziehen willst

Es gibt da diese Tage
An denen du auf Menschen triffst
Die eine gewisse Besonderheit
Haben die dir zeigt dass es lohnt
Sich durchzuboxen die
Zähne zusammenzubeißen
Den Phobien ins Gesicht zu treten
Und die Konzentration auf das
Wesentliche zu lenken

Zusammensitzen Bier trinken
Reden und zur Abwechslung
Einfach mal

Leben“

Christiane meinte folgendes:

„Immer noch ganz fasziniert von der Lesung mit Hermann Borgerding und Jerk Götterwind ....
"(Prosaische) Lyrik":
Für mich in den letzten Jahren nur verbunden mit Würgereiz, da sie meist von gelangweilten Blondinen mit diversen Neuralschäden "verbrochen" wurde^^

Heute Abend zeigte sich, dass Lyrik wieder da hinkommt, wo sie hingehört, wenn Menschen wie Hermann, Jerk oder auch Paul Daguerre sich ihrer annehmen.
Auf die höchste Stufe des Seins:
Sie kann erschüttern, erzählen und sich manchmal einfach nur auskotzen ...

Danke an Hermann für die wundervolle Widmung.
Und natürlich Danke für den grandiosen Abend

Ein ganz großer Dank an Ralf und Nicole Preusker, die es geschafft haben, dass so ein Event in Ludwigsburg möglich wird.

Litera Freaks ... und so
J“


So.
Morgen schicke ich die letzten drei Exemplare von „Auf Papier gebloggt“ auf die Reise zu den BestellerInnen. Dann habe ich noch mein Lese- und das allerletzte Exemplar, das werde ich auf einer Lesung bestimmt verticken.
Ist also nix mehr mit bestellen bei mir! Pech gehabt!

Dafür ist „Seifenblasen im Schädel“ wieder aufgetaucht:
Der gute Roland hatte wahrhaftig noch eine ganze Kiste davon. Also:
Mein erstes Buch und eines mit dem hässlichsten Cover der Welt ist für 4,50€ bei Rodneys Underground Press zu haben:


HIT ME WITH YOUR RHYTHM STICK !!!

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Formularende

Dienstag, 11. März 2014

Eine Lesung mit Hermann Borgerding:





Lesungen mit mir gibt es nicht viele, wird es auch nie viele geben:
Ich habe da eigentlich keinen Bock drauf.

Ich mache die Sachen, die mir am Herzen liegen und beschränke mich größtenteils auf meine Schreiberei und den Internet-Kram.

Die Lesungen, die ich mitnehme sind Herzensangelegenheiten.
Ich will Leute treffen, auf die ich neugierig geworden bin. Ich will Party.
Finanziell und Werbetechnisch ist diese Einstellung ein Desaster.
Fuck it!
Ich muss mich wohl fühlen, sonst funktioniert es nicht.
Ich kann nicht die Lesebühnen bedienen, schon alleine weil ich nach meinen Operationen artikulatorisch keine professionelle Bühnenqualität bieten kann. Ist nun mal so.

Eine Lesung mit mir ist anstrengend.
Für mich:
Immer wieder und immer noch dieses Lampenfieber und der Wunsch, bei allen ZuhörerInnen gut anzukommen.
Überzeuge ich? Überzeugen meine Texte?
Werde ich den Erwartungen gerecht?
Für die ZuhörerInnen:
Sie müssen konzentriert zuhören. Ich sabbere, ich artikuliere teilweise unklar, verschlucke einige Wörter und bekomme unter Umständen einen Hustenanfall.
Is nix mit Entertainment und Comedy. Is nix mit Poetry Slam.
Ich bin behindert.
Können sie sich darauf einlassen?

Bisher hat es meistens funktioniert.
Und dann hat das was Großes, vielleicht sogar Magisches:
Trotz aller Scheiße:
Rock’n’Roll, Poesie und Liebe bleibt als Message und als Gefühl. Und man kommt lächelnd aus der Lesung.
Und dann hat das was.

Vielleicht so.

Ich glaube, ich habe was zu sagen.
Ich glaube, meine Schreiberei sagt was und berührt.
Würde ich es sonst machen?

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“
Ein Zitat aus der „A-Team“-Serie.
Es passt.
Ich liebe es, wenn eine Lesung funktioniert.
Das gibt mir Kraft, weiter zu machen. Und darum geht es schließlich.
Immer weitermachen. Scheiß auf die Fallstricke.

In einer längst vergangenen Zeit vor meinem Krebs war ich mal angeblich ne Rampensau. Mit Charisma und Frontman-Qualität.
Ich liebte es.
Das ist vorbei.

Hey!
Ich komme zu Euch.
Versucht Euch drauf einzulassen.
Schmeißt meinetwegen mit Eiern und Tomaten (aber nur biologisch angebaut). Hauptsache, ich spüre überhaupt ne Reaktion.
Und dann kauft meine Bücher oder spendet (HiHi, aber ich kann es gebrauchen!).
Und habt mich lieb.
Ich Euch nämlich immer und auf jeden Fall!

Bis die Tage,
Hermann





Sonntag, 9. März 2014

Sonne! Frühling! Ich kaufe das Rio Reiser Haus... Lesungen... Mussorgsky... Gute Nacht



Sonne! Frühling!
Und wir tanken Luft und genießen erst Mal nur.
Obwohl uns der Arsch Kohlemäßig auf Grundeis geht.
Und Claudia Schmerzen hat.
Und ich im April wieder zum Krankenhaus muss und ein mulmiges Gefühl habe, in letzter Zeit öfter Schmerzen an meinen Implantaten im Maul habe und überhaupt.
Sonne! Frühling!
Kibbeling in Katwijk. Eine Wanderung am Meer.
Ein wahnsinniger Sonnenuntergang!
Gestern war schön.

Sonne! Frühling!
Mit meiner Frau zum Halo-Park spazieren. Unsere Hündin hinter uns ziehen, die noch von Gestern platt ist. Unsere müden Knochen registrieren und soweit möglich akzeptieren. Den Kühlschrank abtauen und grundsäubern.
Einfach genießen.
Sonne! Frühling!



Ich kaufe das Rio-Reiser-Haus.
Schließlich: seitdem ich vierzehn Jahre alt war, war ich Fan. Von den Scherben. Und von Rio Solo.
Unsere Band und mein Gesang wurden mal mit Rio verglichen (obwohl: im gleichen Atemzug tauchte Westernhagen auf und da wusste ich nicht mehr, ob dieses Lob akzeptabel war). Mein geschätzter Verleger nannte mich den Rio Reiser der Lyrik. Da war ich stolz!
Also: Warum nicht ich?

Ich werde mit meiner Frau, unserer Hündin und wahrscheinlich weiteren Vier- und Zweibeinern dort leben. Meine Frau wird sich im Atelier und Werkraum austoben, ich sitze oft in meinem Arbeitszimmer und tippe.Falls genügend Exponate bleiben werden wir zweimal wöchentlich das Museum öffnen und ein Cafe/Kneipen-Angebot machen.
Alle zwei Monate wird ein Literatur-Event geplant. Vielleicht in Seminarform: Räume gibt es ja genug.
Die restliche Zeit bieten wir die freien Räume günstig für SchreiberInnen zur Klausur an. Äußerst günstig versteht sich. Mit – wenn gewollt –Familienanschluss und massig Ruhe. Ein Bibliotheksraum steht jedem Gast immer zur Verfügung.
Und einmal im Jahr eine Riesenparty oder ein kleines Festival.

Ich denke, Rio würde das gefallen.

Ich war kein Weggefährte von Rio und gehöre nicht der Familie an.
Aber ich kann nichts dafür, dass die zerstritten sind.
Einer muss dieses Kulturgut in Ehren halten.
Für eine effektive Besetzung ist das Rio Reiser Haus zu sehr auf dem Land. Und es gibt wohl auch keine innovative Szene dafür.
Also ich.

Es gibt da noch n paar kleine Probleme:
Ich brauche dann dringend 500.000 €. Mindestens.
Für Kauf, Renovierung und all das.
Und dann nochmal soviel für den Erhalt und Unterhalt in den nächsten Jahren. Bis sich das Ding trägt.
Kleinkram. Aber ich bin nicht Kreditwürdig und daran könnte dann das ganze Projekt scheitern…

Ansonsten ist es geklärt: Ich kaufe das Rio-Reiser-Haus.



Kommende Woche zwei Lesungen:
Mit Lütfiye Güzel und Marvin Chlada in der Bastion in Bochum (seit einer Woche ausgebucht) und dann bei den Literatur-Freaks in Ludwigsburg. Zusammen mit Jerk Götterwind.
Mann!
Ich mache so einen Kram ja nur noch selten aber auf diese zwei Veranstaltungen freue ich mich tierisch!

Anfang Mai treffe ich dann wahrscheinlich den großen Ron Hard und Ende Mai bin ich wieder in Darmstadt im Raum 5. Dort lese ich immer gerne. Diesmal mit Jerk Götterwind. Und das ist eine besondere Veranstaltung, weigert sich Jerk doch ansonsten beharrlich in Darmstadt zu lesen!



Auf meinem Plattenteller dreht sich gerade „Wenn die Nacht am tiefsten ist“. Und ich kenne jeden Akkord, jedes Instrument, jede Phrase und jedes Break. Und natürlich die Texte und den Gesang.
All das kenne ich auswendig. Und kann nie genug davon bekommen.

Früher mussten die Schüler „Die Glocke“ von Schiller auswendig lernen. Wenn es nach mir gehen würde, dann wären Die Scherben die neuen Klassiker.
Oder besser doch nicht:
Nachher funktioniert das nicht – und es würde die gleiche Abneigung entstehen, die schon Schiller nicht verdient hatte.

Gedankensprünge:
Ich musste in der Schule damals „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky im Musikunterricht bearbeiten. Und danach die Fassung von Emerson Lake and Palmer.
Ich fand zum ersten Mal Zugang zu klassischer Musik. Und das war gut.
Auch wenn ich die Platte von ELP mittlerweile nicht mehr besonders mag.
Musikunterricht in der Schule war größtenteils scheiße. Bei Mussorgsky war ich dabei.



Schule war eh größtenteils scheiße.
Da will ich jetzt nicht näher drauf eingehen.
Feuerzangenbowlenromantik ist nicht mein Kram.



Aber „Gute Nacht“ sagen. Und Euch alles Liebe wünschen.
Das mag und das kann ich…


In diesem Sinne…